Wer sein Kind zu Hause auf die Welt bringen möchte, wird bei seiner Hebamme auf offene Ohren stoßen. Bis in die 60er Jahre hinein waren Hausgeburten für die Mehrheit der Mütter völlig normal und gehörten zum Kerngeschäft der Hebammen.
Vorteile einer Hausgeburt: Für eine Hausgeburt sprechen das vertraute Umfeld und die Betreuung durch eine ganz bestimmte Hebamme. Hausgeburten gelten als genauso sicher wie Klinikgeburten, wie der Bund Deutscher Hebammen betont. Viele Frauen schätzen an einer Hausgeburt, dass sie in einem größeren Maß mitbestimmen können, was während der Geburt geschieht.
Grundsätzlich ist eine Niederkunft nach der Schwangerschaft in jeder Wohnung möglich, das dazu nötige Zimmer sollte nur groß genug sein, damit sich Gebärende und Hebamme frei bewegen können. Die technische Ausrüstung bringt die Hebamme mit (dazu gehören z.B. ein tragbares Ultraschallgerät oder CTG zum Abhören der Herztöne des Kindes und eine Sauerstoffflasche), alles andere findet sich ohnehin in jeder Wohnung, z.B. saubere Bettlaken, Handtücher, Folie, eine Lampe, Waschschüssel, Kinderbettchen, Getränke.
Wie das Kind auf die Welt gebracht wird, entscheidet die Mutter - im Bett, im Sitzen, in der Badewanne, je nachdem, in welcher Position sich die Gebärende am besten fühlt.
Wer sich für eine Hausgeburt interessiert, sollte mit seinem Arzt darüber sprechen.
Gefahren: Kinder mit einer Lage-Anomalie sollten aber im Krankenhaus entbunden werden. Das Gleiche gilt bei bestimmten Erkrankungen der Mutter und bei Mehrlingen.
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