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PILLE

Pille danach: Die wichtigsten Infos

Pille danach: Die wichtigsten Infos
Foto: Thinkstock

Die "Pille danach" ist eine Notfalllösung für den Fall, dass die Verhütung beim Geschlechtsverkehr vergessen wurde oder versagt hat.

Die "Pille danach" kann eine ungewollte Schwangerschaft verhindern. Allerdings muss sie innerhalb von 72 Stunden nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Sicherer ist es, wenn die "Pille danach" innerhalb von 24 Stunden genommen wird. Sie müssen sich vor dem Gang zur Apotheke an einen Arzt wenden, da die "Pille danach" rezeptpflichtig ist.

Die "Pille danach" verhindert laut Statistik 85% der zu erwartenden Schwangerschaften. Wichtig dabei: Je früher die "Pille danach" eingenommen wird, desto sicherer wirkt sie.

Seit Kurzem ist eine neue "Pille danach" auf dem Markt. Sie kann bis zu 5 Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Aber: Auch bei der neuen "Pille danach" gilt, je früher Sie die Pille nehmen, desto sicherer!

"Pille danach" - Wirkstoffe

Es gibt nur zwei verschiedene "Pille danach" - Arten:

  • "Pille danach" mit Levonorgestrel: Einnahme von ein oder zwei Pillen (je nach Präparat) - am besten innerhalb von zwölf Stunden, spätestens 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr.
  • "Pille danach" mit Ulipristalacetat (seit 2009 im Handel): Einnahme von einer Pille spätestens 120 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr.

 

So wirkt die "Pille danach" 

Der genaue Wirkmechanismus der Hormonpillen ist nicht bekannt. Es wird angenommen, dass das Hormon in der "Pille danach" hauptsächlich zu einer Hemmung des Eisprungs führt. Nicht sicher ist, ob die Wirkstoffe auch den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut beeinflussen und damit die Einnistung einer befruchteten Eizelle verhindern.

Wenn eine Frau bereits schwanger ist, wirkt die "Pille danach" nicht mehr; sie kann somit nicht zu einem Schwangerschaftsabbruch führen.

Mögliche Nebenwirkungen der "Pille danach"

  • Spannungen in der Brust
  • Kopf- und Bauchschmerzen
  • Zwischen- und Schmierblutungen
  • Übelkeit und Erbrechen: Wenn Sie sich in den ersten 3 Stunden nach Einnahme der "Pille danach" übergeben, müssen Sie die "Pille danach" erneut einnehmen; die erste Tablette wirkt wahrscheinlich nicht. Um dies zu vermeiden, sollten Sie die "Pille danach" nicht auf leeren Magen einnehmen.

 

Verhütung nach "Pille danach" wichtig

Nehmen Sie zur Verhütung üblicherweise die Pille, sollten Sie die angebrochene Packung wie gewohnt aufbrauchen. Bis zur nächsten Menstruation müssen Sie aber zusätzliche Verhütungsmittel anwenden, weil der Hormonhaushalt durch die Einnahme der "Pille danach" durcheinandergeraten kann und damit die Wirkung der normalen Pille nicht sicher ist.

Wenn Sie normalerweise nicht mit der Pille verhüten, sollten Sie ebenfalls auf die Verhütung achten, wie zum Beispiel mit Kondomen oder einem Scheidendiaphragma. Denn die "Pille danach" können Sie nur einmal im Zyklus anwenden, da sie Ihren Hormonhaushalt und somit den Zyklus durcheinanderbringt.

Ihr Zyklus kann sich durch die "Pille danach" etwas verschieben. Die Regelblutung kommt aber meist zum gewohnten Zeitpunkt. Wenn sie wesentlich stärker oder schwächer ist als sonst, sollten Sie zu Ihrem Arzt gehen, wenn sie gar nicht auftritt, sollten Sie einen Schwangerschaftstest machen lassen.

Wer zahlt die "Pille danach"?

Wenn Sie gesetzlich versichert und unter 18 Jahren sind, zahlt die Krankenkasse die Kosten. Vom 18. bis zum 20. Geburtstag fallen Rezeptgebühr und gegebenenfalls noch eine Zuzahlung bei Pillen an. Die "Pille danach" mit dem Wirkstoff Ulipristal kostet rund 35 Euro, mit dem Wirkstoff Levonorgestrel zwischen 16 und 18 Euro.


Bei Fragen zum Thema wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder an eine Beratungsstelle, z.B. von pro familia.

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