Die Brust richtig auf das Stillen vorbereiten

Ob klein oder groß: Für die Bedürfnisse eines Babys ist jede Brust geeignet. Mit ein paar Tricks können Sie die Brust aufs Stillen und aufs Baby vorbereiten. Dabei gilt: weniger ist mehr.


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Die Brust aufs Stillen vorbereiten


© iStock
Nicht nur während sondern auch nach der Schwangerschaft sorgt Ihr Körper dafür, dass das Baby gesund bleibt und alles bekommt, was es braucht. Über die Muttermilch nimmt das Neugeborene nicht nur alle Nährstoffe auf, um weiter zu wachsen, sondern auch wichtige Antikörper, die Infektionen vorbeugen. Dass es an Mamas Brust etwas Leckeres zu Trinken gibt, weiß auch das Baby ganz instinktiv. Doch häufig ist das Stillen gar nicht so einfach, wie es die Natur vorgesehen hat. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich und auch Ihre Brust auf das Stillen vorbereiten können.

Schon während der Schwangerschaft bilden sich in Ihrer Brust die wichtigen Ihr Körper die Milchkanäle und milchproduzierenden Drüsen. Das ist einer der Gründe, warum Ihre Brüste in dieser Zeit so stark wachsen und sich praller anfühlen und stärker durchblutet sind. Auch wenn Sie kleine Brüste haben, müssen Sie keine Bedenken haben, nicht Stillen zu können. Kleine Brüste haben zwar weniger Fettgewebe, verfügen aber über ebenso viel Brustdrüsengewebe wie üppige. Und das allein ist ausschlaggebend fürs Stillen.

Brustwarzenformer sind nicht notwendig


Auch  Hohl-, Flach- oder Schlupfwarzen hindern Sie grundsätzlich nicht daran, das Baby zu stillen. Oft werden in solchen Fällen Brustwarzenformer oder eine Niplette empfohlen. Diese erzeugen einen leichten Unterdruck, der den Warzen zu einer besseren Form verhelfen soll. Allerdings haben verschiedene Studien ergeben, dass diese Hilfsmittel nicht wesentlich zu einem guten Stillerlebnis beitragen. Es geht also auch ohne! Das richtige Anlegen und eine optimale Haltung sind entscheidender. Den besten Rat weiß hier Ihre Hebamme. Oft können Brustwarzen auch auf natürliche Weiße „in Form“ gebracht werden. Zum Beispiel in dem Sie sie regelmäßig mit den Fingern massieren.

Spezielle Pflege-Lotionen oder Öle sind nicht nötig, um die Brüste auf das Stillen vorzubereiten. Ihr Körper hat auch in diesem Fall mitgedacht: kleine Drüsen auf der dunkleren Haut rund um Ihre Brustwarzen produzieren eine Reinigungscreme, die die ganze Arbeit für Sie macht. Diese sogenannten Montgomery-Drüsen bilden sich etwa ab der 21. SSW und sondern ein fetthaltiges Sekret aus, das Ihre Brustwarzen pflegt.

Nur wenn Sie allgemein zu trockener Haut neigen, können Sie Ihren Brüsten und den Brustwarzen ein bisschen Extrapflege zukommen lassen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie nur natürliche Pflege-Produkte verwenden zum Beispiel Lanolin (Wollfett). Aber auch dabei sollten Sie zuvor Rücksprache mit Ihrer Hebamme halten, welche Cremes Sie verwenden sollten beziehungsweise ob sie überhaupt notwendig sind.
Finger weg von Bürsten & Co.
Oft wird geraten, Sie müssten Ihre Brustwarzen vor dem Stillen abhärten, etwa durch Bürstenmassagen. Das ist allerdings nicht notwendig und nur eine unnötige Quälerei für Sie und macht die Brustwarzen nur rissig. Sanftere Methoden sind beispielsweise warm-kalte Wechselduschen. Lassen Sie auf jeden Fall Lust und etwas Sonne an ihre Brüste. Das reicht als Vorbereitung völlig aus. Meist ist es ohnehin der Kopf, der die eigentliche Vorbereitung braucht. Zwar ist Stillen ein natürlicher Vorgang, doch passiert es nicht immer rein instinktiv. Richtiges Stillen muss gelernt sein und erfordert etwas Übung. Probieren Sie also mit Ihrer Hebamme die für Sie richtige Stillposition aus und nehmen Sie ihre Tipps ernst. Auch ein Treffen in einer Stillgruppe kann für unerfahrene Mütter ein guter Weg sein. Dort können sie sehen, wie andere Mütter mit ihrem Säugling umgehen und haben die Möglichkeit von deren Erfahrungen zu lernen.

Bei der Vorbereitung auf das Stillen gilt also: weniger ist mehr. Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Körper alle wichtigen Vorbereitungen selbst trifft und bleiben entspannt.

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