Klinik, Geburtshaus oder Hausgeburt: Wo soll´s passieren?

Je näher der Geburtstermin, desto dringlicher die Frage: Wo soll's denn passieren? Wir stellen verschiedene Geburtsorte vor, wägen Vor- und Nachteile ab - damit Sie selbst entscheiden können, welcher Geburts-Typ Sie sind.


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Schwangere Frau in den Wehen: der richtige Geburtsort

Wo soll's passieren? Wie üblich in der Klinik oder vielleicht doch zu Hause?


Das Baby wächst, und Ihr Bauch wird runder und runder. Sie freuen sich auf Ihr Kind. Und sind sicher ein bisschen aufgeregt, wenn Sie an die Geburt denken. Schließlich soll Ihr Baby auf seinem Weg in die Welt die besten Bedingungen vorfinden. Und auch Sie selbst wollen sich so wohl wie nur möglich fühlen, um die Anstrengung gut zu überstehen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich vorher genau den Geburtsort überlegen.

Klassisch: Die Klinikgeburt


Die meisten Frauen wählen nach wie vor die Klinik als Geburtsort. „Besonders Erstgebärende fühlen sich dort am besten aufgehoben“, sagt die Hebamme Helga Albrecht aus Berlin. „Viele Neu-Mütter sind unsicher, weil sie noch nicht genau wissen, was auf sie zukommt.“

Im Krankenhaus kümmert sich ein ganzes Team um Mutter und Kind. Neben den Hebammen sorgen Ärzte dafür, dass die Geburt möglichst komplikationslos abläuft. Abgesehen davon gibt es Umstände, die zwingend für eine Klinikgeburt sprechen, z.B. eine Steiß- oder Querlage des Kindes oder schwerwiegende Erkrankungen. Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Gynäkologen darüber.

In den Kliniken arbeiten die Hebammen im Schichtdienst. Will das Baby nicht allzu schnell auf die Welt, hat man es also unter Umständen mit verschiedenen Geburtshelferinnen zu tun. In manche Krankenhäuser können werdende Mütter ihre persönlich ausgewählte Hebamme mitbringen, die so genannte Beleg-Hebamme, die die Geburt von Anfang bis Ende begleitet. Inzwischen bieten viele Kliniken außer den konventionellen Methoden zur Geburtserleichterung wie Wehentropf oder Periduralanästhesie (PDA) Alternativen an.
Den geeigneten Geburtsraum wählen
Auch bei den Geburtsräumen gibt es von Klinik zu Klinik große Unterschiede. In manchen findet man noch den klassischen klinischen Kreißsaal, der bis zur Decke weiß gekachelt ist, in anderen haben die Gebärzimmer schon heimeligen Charakter.

Achten Sie auch auf die Ausstattung: Ist eine Wassergeburt möglich? Gibt es ein rundes Bett, einen großen Sitzball, einen Gebärschemel oder ein Seil, an dem man sich während der Wehen festhalten kann? Werfen Sie einen Blick in die Wochenstation. Optimal sind geräumige Zimmer, an die sich das Bad direkt anschließt und die mit maximal drei Müttern (und ihren Babys) belegt werden - andernfalls kann es bei großem Besucherandrang recht eng werden.

Schauen Sie sich frühzeitig verschiedene Krankenhäuser an, um alle diese Fragen klären zu können. Denken Sie daran, sich nicht zu spät anzumelden - vor allem kleinere Kliniken sind häufig ausgebucht.
Eric Steiner, Oberarzt der Frauenklinik an der Uniklinik Mainz erklärt, wie eine Geburt im Krankenhaus abläuft.





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