Folge 1 des Schwangerschaftstagebuchs

Entweder ihr seid aktuell selbst gerade schwanger und nun auf der Suche nach ein bisschen mentaler Unterstützung oder fragt euch einfach nur, wie das so ist mit Baby im Bauch. Egal warum, ich freue mich, dass ihr da seid und mich durch 40 Schwangerschaftswochen begleiten werdet.


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SSW 0 - SSW 4: Schwanger!?!


Die ersten Schwangerschaftsanzeichen habe ich in den ersten Wochen nicht wirklich bewusst wahrgenommen. Aber im Nachhinein weiß man natürlich immer mehr. Was sich als erste körperliche Veränderung auf die Schwangerschaft zurückführen lässt, war, dass meine Brust plötzlich empfindlicher war als sonst. Bei den hormonellen Explosionen, die wir Frauen jeden Monat mitmachen, ist das aber nicht unbedingt etwas Ungewöhnliches und gleich ein Grund, über eine mögliche Schwangerschaft nachzudenken. Wenn man auf eine Schwangerschaft hinarbeitet vielleicht, in dem Fall achtet man ja meist auf jedes geringste Anzeichen körperlicher Veränderung, aber für mich war daran erstmal nicht zu denken. Eine weitere körperliche Veränderung, die ich aber auch erst im Nachinein der Schwangerschaft zuschreiben konnte, war ein leichtes Brennen im Intimbereich während des Duschens. Ich habe mich zunächst zwar gewundert, es aber einfach damit abgetan, dass ich womöglich empfindlich auf das neue Duschgel reagiere.
Keine Regel, sondern Einnistungsblutung


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Die befruchtete Eizelle wandert in die Gebärmutter, nistet sich dort ein und legt erste wichtige Zellen für das Baby an.


Da meine Regel die letzten Monate auch nicht immer unbedingt pünktlich kam, war auch das nicht gleich ein Grund Verdacht zu schöpfen, als sie auf sich warten ließ. Schlussendlich kam sie dann auch ein paar Tage später, aber anders als sonst nur zwei Tage lang und vor allem sehr schwach.

So langsam kam in mir das Gefühl auf, dass irgendwas anders ist als sonst
, da ich aber viel Stress die Wochen zuvor hatte, führte ich es einfach darauf zurück. Dass es sich bei meiner „Periode“ zu diesem Zeitpunkt um die sogenannte Einnistblutung handelte, war mir natürlich nicht klar. Alles verlief die nächsten Wochen normal ab. Ich hatte hin und wieder ein kleines Ziepen hier und da, aber ansonsten gab es keine auffälligen Anzeichen und ich ging weiterhin wie gewohnt meinem Alltag nach.


„Eventuell hat sich mein kleiner Verhütungscomputer bei einer seiner "grüner Tag -Meldungen" vielleicht doch ein wenig vertan?! ...”

von Daniela

Nach ca. 3 Wochen fing die Brust wieder an zu spannen, diesmal sogar ziemlich heftig. So langsam fing ich an zu rechnen, zu überlegen und darüber nachzudenken, sicherheitshalber vielleicht doch mal einen Test in Erwägung zu ziehen. Ich machte mich also auf den Weg und besorgte einen Schwangerschaftstest. Mein Freund war eh noch bei der Arbeit, also nahm ich mir zusätzlich einen kleinen Piccollo mit, den ich mir während meiner Serie zu Gemüte führen wollte, natürlich nach Erledigung des Tests. Bei dem Gedanken einer möglichen Schwangerschaft schmunzelte ich kopfschüttelnd in mich hinein...utopisch...absolut unmöglich...sowas passiert mir nicht...da muss so viel zusammenpassen. um schwanger zu werden, das passiert nicht einfach mal so...nie im Leben...
Schwangerschafttest = positiv!

Dass ich nur noch fünf Minuten davon entfernt war, dass sich mein Leben schlagartig und für alle Zeit ändern sollte, war mir auf dem Rückweg nach Hause natürlich nicht bewusst. Ich hatte es im Grunde gedanklich völlig ausgeschlossen. Es sollte, wie schon erwähnt, lediglich eine Vorsichtsmaßnahme sein, bei dem das Ergebnis in meinem Kopf absolut klar war. Ich war grundsätzlich der Überzeugung, schwangerschaftsresistent zu sein. Nicht weil ich es mir nicht vorstellen konnte, Kinder zu bekommen. Es war einfach noch nicht an der Zeit, einfach noch nicht geplant, ich hatte ja noch Einiges vor und überhaupt, dazu bin ich noch gar nicht bereit und.... und.... DA. WAR. ER. Ein dicker, zweiter Strich im Fenster: SCHWANGER.

positiver Schwangerschaftstest


© privat

Erste Reaktion: Gefühlschaos!

Fassungslos starrte ich auf den Test. Ich glaube, man kann nicht in Worte fassen, wie sich diese drei Worte zum ersten Mal anfühlen, wenn man sie tatsächlich ausspricht und es von jetzt auf gleich Realität wird: ICH BIN SCHWANGER. Das ist wirklich einer dieser Momente, in denen die Welt stehenbleibt, ebenso der Atem. Tausend Dinge schießen einem durch den Kopf und im gleichen Moment denkt man über gar nichts nach. Kopf leer. Völliger Stillstand. Atemnot. Ich musste mich erst einmal setzen und starrte Minuten lang nur auf den Schwangerschaftstest. Ich legte ihn wieder weg, schaute wieder drauf, legte ihn wieder weg, schaute wieder drauf, schnappte mir die Verpackung und las immer und immer wieder die Anleitung durch.

Nachdem ich wieder anfing zu atmen, rief ich meinen Freund an, der kurze Zeit später nach Hause kam. Ich übermittelte ihm unter Tränen die Botschaft, es kam mir in dem Moment wie ein Geständnis vor. Ich war nicht traurig, eher komplett überfordert und verwirrt in dem Moment. Ich denke, das werden viele Frauen kennen. Wer bei einem positiven Test die Ruhe bewahrt - Respekt. Ob geplant oder nicht, ich wage zu behaupten, dass einen die Emotionen erstmal komplett überrumpeln. Mein Freund fasste die Nachricht überraschenderweise sehr positiv auf, beruhigte und bestärkte mich und somit war die Sache besiegelt. Wir werden drei!!

Aus dem Serienabend und dem Piccollo wurde für mich natürlich nichts mehr, den bekam dann er ...

Alle Folgen meines Schwangerschaftstagebuchs findet ihr auf der Themenseite "Schwangerschaftstagebuch" hier bei familie.de. Und natürlich würde ich gern wissen: Wie war das bei euch?  Wie habt ihr gemerkt, dass ihr schwanger seid? Wart ihr auch gefühlsmäßig Out of Order? Ich freue mich auf eure Meinungen, Erfahrungen und Kommentare!

Eure Daniela




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