Die ambulante Geburt im Krankenhaus

Für Frauen, die nicht auf die Sicherheit eines Krankenhauses verzichten wollen, aber dennoch möglichst schnell wieder in ihre private Umgebung zurück möchten, ist eine ambulante Entbindung ideal.


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Immer mehr werdende Mütter entscheiden sich für eine ambulante Geburt. „Etwa drei bis fünf Prozent der Frauen, die ein Kind in der Klinik gebären, wollen so schnell wie möglich nach Hause“, sagt der Münchner Gynäkologe Prof. Karl-Theo Maria Schneider. Schnell bedeutet in diesem Fall: vier bis 24 Stunden nach der Geburt. Die Klinik entlässt Mutter und Kind allerdings nur, wenn beider Gesundheitszustand stabil ist - und wenn die Geburt normal verlief.

Eins ist klar: Wer eine ambulante Geburt plant, muss vorher mehr organisieren. Am wichtigsten ist es, Kontakt mit einer Hebamme aufzunehmen, die die Mutter und das Kleine zu Hause betreut. Für die Neugeborenen-Untersuchung U2 ab dem dritten Lebenstag ist bei der ambulanten Entbindung wie auch bei der stationären ein Kinderarzt zuständig. Er muss rechtzeitig, also schon vor dem Geburtstermin, kontaktiert werden.

Wer kümmert sich um Mutter und Kind nach der Geburt?


Die medizinische Versorgung ist also geklärt - aber wer organisiert den Rest? Einkaufen, kochen, Wäsche waschen, ältere Geschwister versorgen? Prima, wenn der Vater ein paar Tage den Wochenbett-Manager spielt - falls er freinehmen kann und mit allen Jobs zu Hause vertraut ist. Denn ein Neu-Papa, der ständig ans Bett seiner Frau kommt, um zu fragen, wie lange man Kartoffeln kochen soll und was denn so alles einzukaufen ist, bedeutet keine große Hilfe für die erholungsbedürftige Mutter.

Die meisten Väter genießen es allerdings sehr, die gewachsene Familie zu versorgen. Ansonsten hat vielleicht die eigene Mutter, die Schwester oder eine Freundin Zeit? Von Fall zu Fall kann man sich auch eine Familienhelferin ins Haus schicken lassen. Die Kosten dafür trägt die Krankenkasse!

Einige werdende Mütter fühlen sich jedoch in der sterilen Umgebung eines Krankenhauses unwohl und sie haben ein ungutes Gefühl ihr Baby dort zur Welt bringen zu müssen. Ein MUSS für die Entbindung  ist die Klink natürlich nicht. Hebammen bieten für alle Mütter, die sich eine heimeligere Atmosphäre wünschen, weitere Optionen an. Das Geburtshaus beispielsweise hat einen persönlicheren Charakter als eine Klinik und der Kontakt zu den Hebammen ist enger. Dennoch handelt es sich auch dort um eine ambulante Geburt und die frisch gebackene Familie wird zeitnah entlassen. Absolut privat ist die Hausgeburt: Speziell dafür ausgebildete Hebammen betreuen die Geburt in den eigenen vier Wänden. Mehr Informationen zu diesen Geburtsorten gib es auf den Folgeseiten.


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