Die Hausgeburt

Nur selten entscheiden sich werdende Mütter für eine Hausgeburt. Gehören Sie zu einer von diesen, sollten Sie sich frühzeitig mit einer geeigneten Hebamme dafür suchen. Außerdem ist nicht jeden Wohnung oder jedes Haus dafür geeignet...


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Für Hausgeburten entscheiden sich nach wie vor nur wenige Schwangere. In Deutschland sind es gerade zwei Prozent aller Babys, die nicht in einer Klinik zur Welt kommen. „Viele Frauen schätzen die Geborgenheit zu Hause, weil sie sich dort am besten entspannen können“, sagt Hebamme Helga Albrecht.


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Vorerst sind die Hebammen abgesichert. Allerdings erst einmal nur bis 2021. Alle Details im Überblick.


Wenn Sie eine Hausgeburt planen, sollten Sie sich spätestens in der 26. bis 28. Schwangerschaftswoche mit einer Hebamme in Verbindung setzen. Auf Hausgeburten spezialisierte Geburtshelferinnen verlangen eine Rufbereitschafts-Pauschale, die bei 150 bis 250 Euro liegt.

Theoretisch sei eine Hausgeburt fast überall möglich, sagt die Hebamme. „Wichtig ist nur, dass wir gut an das Bett rankönnen, dass es eine Wärmelampe gibt und dass man, falls es nötig ist, mit dem Krankenwagen ans Haus fahren und eine Trage zum Bett transportieren kann. Wenn die Sanitäter erst über eine enge Wendeltreppe hoch müssen - das würde ich aus Sicherheitsgründen ablehnen.“

Notfallversorgung bei einer Hausgeburt möglich?


Letzteres verweist schon auf die Diskussion über die Hausgeburt: Viele Mediziner schlagen bei dem Thema die Hände über dem Kopf zusammen - wegen der ihrer Ansicht nach unzulänglichen medizinischen Möglichkeiten im Notfall. Allerdings haben die Hausgeburts-Hebammen in Sachen Notversorgung enorm aufgerüstet: Fast alle haben ein Sauerstoffgerät sowie ein mobiles Überwachungsgerät in petto.

Übrigens: Auch wenn das Baby zu Hause geboren werden soll, muss man sich in einer Klinik anmelden - im Ernstfall spart man damit eine Menge Formalitäten und Zeit. Also muss vor der Geburt geklärt werden, welche Klinik im Notfall die Versorgung übernehmen würde, wie man am schnellsten dorthin kommt etc.

Was ist sonst zu bedenken? Zu einer Hausgeburt muss man stehen. Wer Angst hat, dass er seine Nachbarn verschrecken könnte oder zu sehr darum bangt, dass wirklich alles gut geht, ist in einer Klinik zur ambulanten Geburt oder einem Geburtshaus besser aufgehoben. „Ich rate meinen Klientinnen, sich die möglichen Geburtsorte genau anzusehen und sich nicht mit der ersten, scheinbar besten Lösung zufrieden zu geben“, zieht Hebamme Helga Albrecht Bilanz, „denn ein Kind kommt nur einmal zur Welt - und dafür sollten die Bedingungen optimal sein.“

Walker | Home Birth Story | The Art of Birth from Dusti Smith on Vimeo.



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