Geburtspositionen: Alle Stellungen im Überblick

So individuell wie das Menschlein, das zur Welt kommt, ist auch die Position, in der die Mutter ihr Kind auf die Welt bringt. Die allermeisten Frauen tun das in Rückenlage. Nicht immer ist diese Position die beste. Wir zeigen Ihnen hier, welche Alternativen es gibt und wann welche Geburtsposition die beste ist.


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Welches ist die beste Position für die Geburt?


In Rückenlage, im Vierfüßlerstand oder in Seitenlage. Hockend, kniend oder in der Badewanne – es gibt jede Menge Gebärpositionen. Ganz wichtig zu wissen: Ein richtig oder falsch gibt es hier nicht! Schlussendlich entscheidet jede werdende Mutter ganz alleine für sich und am besten aus dem Bauch heraus, in welcher Position sie ihr Kind zur Welt bringen möchte.

Geburtspositonen


© vision net ag / K. Zanke
Die allermeisten Frauen gebären ihr Kind allerdings liegend- eine Geburtsposition, die viele Mediziner und Hebammen als die nicht unbedingt ideale Position beschreiben. Warum nichtsdestotrotz das Gros der Frauen die Rückenlage wählen? In den meisten Kreißsälen steht das Bett im Mittelpunkt, es ist also naheliegend, sich dort in Liegeposition zu begeben. Zumal CTGs in der Regel liegend durchgeführt werden und auch bei einer PDA der Großteil der Frauen nicht mehr genug Gefühl in den Beinen hat, um das Bett zu verlassen.

Interessant: Die Zahl der Geburten im Liegen ist nur in den Industrienationen so hoch. Die natürlichste Art der Entbindung ist ganz klar in einer aufrechten Position (stehend, hockend oder kniend) – hier hilft die Schwerkraft mit und die Geburt geht deutlich schneller. Außerdem kann die Schwangere sich in diesen Positionen am besten bewegen und dadurch mithelfen, das Kind schneller auf die Welt zu bringen.
So finden Sie die für Sie richtige Position für die Geburt
➤ Lassen Sie Ihr Gefühl entscheiden, in welcher Position Sie gebären möchten.

➤ Vielen Frauen tut es gut, sich während der Geburt zu bewegen, umherzugehen.

Wechseln Sie die Position, wann immer Sie mögen. So werden Sie schnell herausfinden, was Ihnen genau in diesem Moment am besten tut.

➤ Um die Geburt zu beschleunigen sind Positionen gut, bei denen die Schwerkraft mithilft: Stehend, hockend, kniend. So lässt sich das Baby am besten nach unten pressen.

➤ Die Sauerstoffversorgung des Babys ist besser, wenn die Mutter nicht liegt.

➤ Wenn Sie Ihr Becken kreisen, hat Ihr Baby es leichter, auf die Welt zu kommen.

➤ Wenn Sie mit PDA entbinden, müssen Sie liegen. Versuchen Sie statt der Rückenlage die Seitenlage aus – abgepolstert mit vielen Kissen.

Dammverletzungen sind bei stehenden Positionen seltener.
 
Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Geburtspositionen Fazit: Viel Theorie zu einer eigentlich ganz natürlichen Sache! Deshalb zum Abschluss nochmals die Bitte: Hören Sie auf Ihr Gefühl und machen Sie aus der Wahl Ihrer Gebärposition keine Wissenschaft. Schlussendlich kommt Ihr Baby früher oder später auf jeden Fall raus – egal für welchen Weg Sie sich entschieden haben.

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