Schwangerschaftsgymnastik: Zu Land und zu Wasser

Neben dem Geburtsvorbereitungskurs gibt es noch andere Möglichkeiten, um sich während der Schwangerschaft fit zu halten. Seit den letzten Jahren immer beliebter: Yoga. Aber auch die Wassergymnastik ist eine gute Alternative. Vor allem ist sie besonders schonend für den Körper.


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Schwangere beim Yoga


© Thinkstock
Seit den letzten Jahren auch bei Schwangeren besonders beliebt: Yoga. Werdende Mütter, die vor der Schwangerschaft noch nie Yoga praktiziert haben, werden schnell merken, wie die Übungen ihre körperliche und seelische Verfassung positiv beeinflusst. Gerade für Unerfahrene ist es wichtig, geleitete Kurse speziell für Schwangere zu besuchen. Angeboten werden diese entweder im Yoga-Studio, im Fitnesscenter und auch immer öfter direkt von Hebammen in Geburtshäusern und –kliniken.

Werdende Mütter mit Yoga-Erfahrung können einige Übungen auch zu Hause machen. Achten Sie jedoch darauf, ab dem vierten Monat keine Umkehrhaltungen mehr zu machen. Der Kopf sollte immer höher als das Herz sein, das stabilisiert den Kreislauf. Sie sollten also auf lange Positionen in der Rückenlage verzichten.

Welche Yoga-Übungen unbedenklich sind, finden Sie hier:
Schwangerschaftsgymnastik
Ähnliches gilt auch für die normale Schwangerschaftsgymnastik. Auch hier ist es ganz wichtig, dass werdende Mütter auf ihren Bauch hören und keine Übung erzwingen. Daher sollten diese vorher mit dem Frauenarzt oder der Hebamme besprochen werden. Ziel der Schwangerschaftsgymnastik ist, die beanspruchten Muskelpartien im Rücken, Bauch und Beckenboden zu sensibilisieren und vor allem zu stabilisieren. Dadurch können Sie auch Rückenschmerzen gezielt vorbeugen. Als idealer Einstieg gilt der vierte Schwangerschaftsmonat. Die Kurse werden unter anderem in Entbindungskliniken und Hebammenpraxen angeboten.

Frauen beim Geburtsvorbereitungskurs


© Thinkstock
Geburtsvorbereitung im Wasser

Wassergymnastik ist mindestens ebenso wirkungsvoll wie normale Schwangerschaftsgymnastik, doch wirkt sie ganz besonders entspannend und entlastend auf den Körper. Gelenke, Bandscheiben und die gesamte Rückenmuskulatur werden durch den natürlichen Auftrieb im Wasser entlastet. Dadurch fallen die Übungen auch leichter und Ausdauer sowie Muskulatur können einfacher trainiert werden. Die Gymnastik wird natürlich auf die Bedürfnisse von Schwangeren abgestimmt, weshalb oft Atemübungen mit im Kursprogramm stehen. Zudem machen die Übungen den Beckenboden dehnfähiger und begünstigen eine schnelle und problemlose Rückbildung des Gewebes nach der Geburt.

Da sie besonders schonend für den Körper ist, kann Wassergymnastik während der gesamten Schwangerschaft gemacht werden. Ergänzend hierzu können Sie Wasser-Shiatsu (kurz Watsu) ausprobieren. Watsu ist eine Art von Entspannungs- und Meditationstherapie, soll körperliche wie seelische Blockaden lösen und die Beweglichkeit verbessern. Bei den Einzelbehandlungen wird die Schwangere von einer Therapeutin in warmen Wasser massiert und bewegt.

Natürlich ist Sport in der Schwangerschaft kein Muss. Schon regelmäßige Spaziergänge stärken den Kreislauf und helfen, beweglich zu bleiben. Schöner Nebeneffekt: Die erhöhte Sauerstoffaufnahme unterstützt die Entwicklung des Kindes. Den inneren Schweinehund zu überwinden rentiert sich also gleich doppelt.