In der Schwangerschaft ist bei der Ernährung allerdings ist die Auswahl an Käse ein wenig eingeschränkt. Sie sollten nämlich keinen Käse aus Rohmilch essen, weil er Listerien enthalten kann. Das sind Bakterien, die beim Ungeborenen gefährliche Infektionen auslösen können.
Das gilt vor allem für Frisch- oder Weichkäse aus Rohmilch, wie manche Sorten Edelpilzkäse, Brie oder Camembert.
Das Risiko, sich zu infizieren, ist zwar nicht wirklich groß, aber Vorsicht ist gerade während der Schwangerschaft immer eine gute Strategie, um das Baby zu schützen.
Durch Hitze oder lange Reifezeiten werden Listerien zerstört. Deshalb Sie in der Schwangerschaft die Ernährung durch Käse aus pasteurisierter Milch und Hartkäse aus Rohmilch wie Emmentaler ergänzen. Denn dieser Käse enthält so wenig Wasser und hat dadurch einen so hohen Salzgehalt, dass den Listerien schlicht die Lebensgrundlage entzogen wird.
Die Rinde sollten Sie bei der Ernährung in der Schwangerschaft allerdings konsequent bei jedem Käse großzügig abschneiden. Denn auch dort können sich Listerien befinden.
Das Abschneiden empfiehlt sich noch aus einem anderen Grund: Oft ist die Rinde mit Konservierungsstoffen behandelt. Viele sind ohnehin kritisch, und zumindest einer hat sogar eine medizinische Wirkung: E 235, Natamycin. Er wird durch Mikroorganismen hergestellt und wirkt antibiotisch. Häufiger Verzehr kann zur Bildung von resistenten Krankheitserregern führen.
Ob ein Konservierungsstoff benutzt wurde, steht auf der Zutatenliste der Verpackung. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, schneiden Sie Rand oder Rinde eines solchen Käses mindestens fünf Millimeter breit ab. Auch der Hinweis auf Käse aus Rohmilch muss auf der Verpackung stehen. An der Käsetheke heißt es: nachfragen.
Käseliebhaber sollten auch immer den Fettgehalt im Auge behalten, denn der bestimmt den Kaloriengehalt. Bei Käse wird er als „Fett in der Trockenmasse“ (Fett i.Tr.) angegeben, weil alle Sorten während der Lagerung weiterreifen und damit Wasser und Gewicht verlieren. Doch das klingt komplizierter, als es ist.
Beim Einkauf reicht es zu wissen, dass der absolute Fettgehalt nur etwa die Hälfte des ,Fett i.Tr.‘-Wertes beträgt.
Die LVBM gibt folgende genauere Umrechnungshilfe: Multiplizieren Sie den ,Fett i.Tr.‘- Wert:
So ergibt sich der ungefähre absolute Fettgehalt. Und der ist dann meist gar nicht mehr so bedrohlich hoch.

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