
Wann sollte man auf Medikamente in der Schwangerschaft verzichten und wann sollte man Medikamente einnehmen?
In der Schwangerschaft sollten Frauen weitestgehend auf Medikamente verzichten. Weil man noch zu wenig über die tatsächliche Wirkung von Medikamenten auf Schwangere und ihren Fötus weiß, ist es ratsam den Körper vor Fremdeinflüssen zu schützen. Gerade die ersten drei Monate stellen eine sensible Phase dar, weil sich in dieser Zeit die Organe des Embryos entwickeln.
Wichtig ist aber auch, dass die werdende Mutter nicht leidet. Das heißt, wenn Medikamente notwendig sind, sollten diese auch nach Rücksprache mit dem Frauenarzt auch eingenommen werden. Eine sinnvolle Grenze zu ziehen, ist in dieser Phase nicht ganz leicht. Daher sind Gespräche mit dem Frauenarzt wichtig, in denen die Schwangere ihre Beschwerden klar beschreibt. Gute Ärzte ziehen im Fall von Unsicherheit auch mal einen Kollegen zu Rat. Bei diesen Gesprächen ist die Eigeninitiative der werdenden Mutter gefragt. Bereiten Sie sich daher gut auf das Gespräch vor, so dass keine Fragen offen bleiben. Frauen, die aufgrund chronischer Krankheiten Medikamente einnehmen müssen, sollten frühzeitig die entsprechenden Ärzte mit einbeziehen.
Akne und Hautunreinheiten
Sie können hier nachlesen, was Sie selbst bei Akne in der Schwangerschaft tun können.
Brustspannen und empfindliche Brustwarzen
Gönnen Sie sich ein wohltuendes Bad oder machen Sie sich einen warmen Lavendel-Umschlag.
Hämorrhoiden
Ernähren Sie sich ballaststoffreich und trinken Sie viel. Nehmen Sie bei Juckreiz ein Sitzbad mit Eichenrinde oder lauwarmen Kamillentee. Reinigen Sie den Analbereich gründlich und verzichten Sie auf feuchte Tücher, die den Bereich zusätzlich reizen können.
Harnfluss
Gehen Sie häufiger auf die Toilette. Bei unkontrolliertem Austreten von Urin tragen Sie eine Slipeinlage und trainieren Sie ihre Beckenbodenmuskulatur.
Krämpfe
Essen Sie magnesium- und kalziumreiche Nahrung, zum Beispiel Nüsse, Bananen und Spinat. Gut ist auch Herumlaufen, Hochlegen der Beine und Wechselduschen.
Krampfadern
Vermeiden Sie langes Stehen und legen Sie die Beine hoch, wann immer Sie die Möglichkeit dazu haben. Stützstrümpfe können helfen.
Nasenbluten und verstopfte Nase
Halten Sie das Klima im Raum feucht. Nasenöl hält die Schleimhäute feucht.
Rückenschmerzen
Halten Sie Ihren Oberkörper aufrecht und gehen Sie in die Hocke, wenn Sie sich bücken. Schwimmen und Gymnastik sind gut gegen Rückenschmerzen.
Schambeinschmerzen
Vermeiden Sie breitbeiniges Sitzen oder Knien.
Schlaflosigkeit
Trinken Sie ein Glas warme Milch mit Honig ehe Sie zu Bett gehen oder machen Sie abends einen Spaziergang.
Schwangerschaftsstreifen
Massieren und ölen Sie ihren Bauch ein und achten Sie darauf, dass Sie nicht übermäßig zunehmen in der Schwangerschaft.
Sodbrennen
Verzichten Sie auf stark gewürzte und fettige Speisen. Kaffee und Süßigkeiten sollten Sie in Maßen zu sich nehmen. Essen Sie bei akuten Beschwerden Haferflocken und trinken Sie Milch.
Übelkeit und Erbrechen
Essen Sie morgens eine trockene Scheibe Brot oder Zwieback und trinken Sie Tee schlückchenweise. Verteilen Sie ihre Mahlzeiten auf mehrere kleine und verzichten Sie auf fettige und stark gewürzte Speisen.
Verstopfung
Essen Sie viel Gemüse und ballaststoffreiche Kost. Trinken und bewegen Sie sich viel.
Institut für Reproduktionstoxikologie Tel.: 0751 - 872799 | Beratungsstelle für Spandauer Damm 130 Tel.: 030 - 30686734 |
Sollten Sie Medikamente benötigen, können Sie diese auch online kaufen.
(leo)

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