
Pränatale Diagnostik, auch PND oder vorgeburtliche Krankheitserkennung: Welche Untersuchungen der pränatalen Diagnostik wirklich sinnvoll ist.
Deutschland führte 1979 als erstes Land der Welt den Ultraschall als Routine-Untersuchung während der Schwangerschaft ein. Bis dahin wussten werdende Eltern nur in etwa, wann ihr Nachwuchs kommt, mussten rätseln, welches Geschlecht das Baby wohl haben würde und hofften von ganzem Herzen, dass es gesund ist.
Frauenärzte bieten mittlerweile eine Vielzahl von Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen und damit Methoden der pränatalen Diagnostik an:
Der Ultraschall sorgt für erste Fotos vom Baby. Aber natürlich war und ist der Ultraschall mehr als nur „Baby-Fernsehen“. Seine Einführung war der 1. Schritt zur pränatalen Diagnostik. Von da ab konnten Ärzte mit Hilfe der pränatalen Diagnostik schon vor der Geburt viel mehr als vorher über die Gesundheit des Babys erfahren.
Die Wissenschaft hat inzwischen immer feinere Methoden der pränatalen Diagnostik entwickelt:
Viele Eltern empfinden es als Segen, schon während der Schwangerschaft zu erfahren, wie es ihrem Baby geht. Aber genauso wird die pränatale Diagnostik von manchen Eltern - und auch Experten - als Fluch empfunden.
Zum einen, weil die neun Monate der Schwangerschaft mit pränataler Diagnostik nicht mehr so ruhevoll ablaufen, sondern von Tests immer wieder gestört werden. Experten weisen auch darauf hin, dass niemand die seelische Belastung der pränatalen Diagnostik unterschätzen sollte, die Untersuchungsergebnisse mit sich bringen können. Und schließlich geht es in der pränatalen Diagnostik - in wenigen Ausnahmefällen - auch darum, zu entscheiden, ob ein Kind überhaupt zur Welt kommen darf.
Einige Frauen empfinden es auch als unangemessen, dass aus ihrer „freudigen Erwartung“ mit der pränatalen Diagnostik ein zu berechnendes Risiko gemacht wird. Und in der Tat haben Schwangere eigentlich gute Gründe, der Geburt entspannt entgegenzusehen: Nur drei Prozent der Kinder, die jedes Jahr in Deutschland geboren werden, kommen mit Krankheiten oder Behinderungen zur Welt. Und davon wären sowieso gerade einmal ein halbes Prozent durch pränatale Diagnostik festzustellen gewesen.
Eines ist klar: Die pränatale Diagnostik bietet auf jeden Fall Chancen für Mutter und Kind - aber genauso auch Risiken und Nebenwirkungen. Je besser man sich informiert, desto sinnvoller kann man sie für sich nutzen.
Die Wissenschaft erforscht immer mehr, welch komplizierte Vorgänge während der Schwangerschaft ablaufen. Werdende Eltern machen sich daher heute vielleicht mehr als früher Gedanken, ob auch wirklich alles mit ihrem Baby in Ordnung ist.
Aber sind die Ängste berechtigt?
Die Statistik spricht zum Glück eine andere Sprache: 97 Prozent aller Babys kommen in Deutschland heute gesund zur Welt. Diese Zahl zeigt, dass wir vor allen Dingen eines sein sollten: „guter Hoffnung“!

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