Was der Frauenarzt und die Schwangere gegen eine mögliche frühe Fehlgeburt unternehmen können:
Für einen guten Verlauf der neuen Schwangerschaft nach einer Fehlgeburt ist es ganz wichtig, eine Weile um eine vergangene Fehlgeburt getrauert zu haben, sagt die Psychologin Weber. Schuldgefühle beispielsweise wegen eines Glases Wein auf einer Party haben dabei aber nichts zu suchen, betont sie – damit erschwere sich die Frau nur unnötig die Verarbeitung der Fehlgeburt.
Bei der Bewältigung der Trauer nach der Fehlgeburt hat jede Frau ihr eigenes Tempo, so Weber. „Aber wenn jemand nur sechs Wochen schwanger war und ein Jahr später immer noch trauert, dann stimmt irgendetwas nicht.“ In diesem Fall sei es sinnvoll, sich Hilfe von außen zu holen, ob als Selbsthilfegruppe oder in einer Therapie, weil die überlange Trauer einen anderen Grund als die Fehlgeburt haben müsse, sagt die Psychologin.
Nicht sofort tröstlich, aber gut zu wissen ist auch, dass nach einer Fehlgeburt 98 Prozent aller Frauen problemlos schwanger werden und ein Kind gebären. Wenn eine Schwangere aber zwei- bis dreimal eine Fehlgeburt hatte, sollten weitere Tests beim Frauenarzt erfolgen.

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