
Carl Djerassi, der Erfinder der "Pille", äußerte sich in einem Interview mit dem Technology Review zur modernen Fortpflanzungsmedizin. Er kann sich "Spermienkonten" in der Zukunft vorstellen.
Carl Djerassi (geb. 1923 in Wien) erfand mit seinem Forscherteam in den 50er Jahren die "Pille". Seitdem gilt er als "Mutter der Pille", wie er selbst gerne sagt. Heute schreibt er Theaterstücke und Science-Fiction-Romane über die Zukunft der Fortpflanzung. In seinem neuen Theaterstück "Taboos" beschäftigt er sich "mit Fragen der Entscheidungshoheit, ja Zeugungshoheit [...]".
In einem Interview mit Technology Review legte er auch seine heute noch radikale Haltungen dar: "Früher habe ich über den "Verhütungs-Supermarkt" geschrieben, und der fängt nun eben an, sich in einen reproduktiven Supermarkt zu verwandeln," so Carl Djerassi in dem Interview.
Als mögliche Entwicklung, könne er sich vorstellen, dass "Spermienkonten" angelegt werden und sich die Männer dann sterilisieren lassen. Weiter meint Carl Djerassi, dass er keinen Grund sehe, der dagegen sprechen würde, solange die eingelagerten Keimzellen später auch garantiert noch fruchtbar seien. Es gebe allerdings nur noch bei Eizellen Probleme beim Auftauen.

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