
Mönchspfeffer ist ein homöopathisches Arzneimittel, das zur Behandlung des prämenstruellen Syndroms, Störungen des Zyklus und bei unerfülltem Kinderwunsch eingesetzt wird.
Mönchspfeffer wächst in Form von Sträuchern vornehmlich im mediterranen Raum und trägt den botanischen Namen Vitex agnus castus. Agnus castus bedeutet übersetzt so viel wie "keusches Lamm"; Mönchspfeffer ist daher auch unter dem Namen Keuschlamm bekannt. Der Name kommt nicht von ungefähr: Früher sprach man der Heilpflanze eine lusthemmende Wirkung zu. In Klöstern würzte man die Speisen mit den scharf schmeckenden Früchten und räucherte die Zellen mit Mönchspfefferzweigen aus.
Heute wird Mönchspfeffer als homöopathisches Arzneimittel eingesetzt. Vor allem typische Frauenleiden wie prämenstruelles Syndrom, Wechseljahresbeschwerden oder ein unregelmäßiger Zyklus werden mit Mönchspfeffer behandelt, da er den Hormonhaushalt regulieren kann.
Mönchspfeffer reduziert die Ausschüttung des Hormons Prolaktin. Prolaktin aktiviert während der Schwangerschaft das Wachstum der Brust und die Milchproduktion. Ein erhöhter Prolaktinspiegel ist in vielen Fällen für prämenstruelle Probleme oder Regelschmerzen verantwortlich und führt häufig zum Ausbleiben des Eisprungs.
Mönchspfeffer kann bei unerfülltem Kinderwunsch unterstützend wirken, da er die Bildung von Gelbkörperhormonen (Progesteron) fördert. Progesteron wird nach dem Eisprung gebildet und trägt dazu bei, dass sich die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereiten kann. Wenn der Körper zu wenig Progesteron aufbaut, kann sich die befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter einnisten. Bei einem Mangel an Gelbkörperhormonen kann Mönchspfeffer unterstützend wirken und somit die Chance auf eine Schwangerschaft erhöhen.
Mönchspfeffer ist in Form von Kapseln, Filmtabletten und Tropfen rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Auf jeden Fall sollte aber vor vor einer Selbstmedikation mit Mönchspfeffer ein Arzt konsultiert werden, da bei bestimmten hormonabhängigen Krankheiten wie beispielsweise Brustkrebs oder Endometriose von einer Einnahme abgeraten wird. Außerdem müssen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten abgeklärt werden. In der Pubertät, Schwangerschaft und Stillzeit sollte Mönchspfeffer nicht eingenommen werden.

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