Pflegekind
Pflegeeltern geben einem Kind, dessen leibliche Eltern seinen Bedürfnissen nicht gerecht werden, ein liebevolles Zuhause. Da Vollzeitpflegestellen von den Jugendämtern häufiger gesucht werden als Adoptiveltern, sind die Chancen, ein Leben mit Kindern zu realisieren, auf diesem Weg größer.
Allerdings müssen sich Paare, die ein Kind in Pflege nehmen, darüber im Klaren sein, dass die Fremdunterbringung meist vor einem problematischen Hintergrund geschieht, z.B. weil die Kindeseltern suchtabhängig oder psychisch erkrankt sind.
Trotzdem wird ein regelmäßiger Kontakt zwischen dem Pflegekind und seinen leiblichen Eltern angestrebt, die in der Regel auch das Sorgerecht behalten.
Pflegeeltern müssen also mit der Herkunftsfamilie des Pflegekindes kooperieren und ihren Schützling gleichzeitig mit Liebe, Verständnis und pädagogischem Geschick in seiner Entwicklung fördern.
Außerdem müssen sie damit rechnen, dass das Pflegekind in seine Herkunftfamilie zurückkehrt, sobald sich die Verhältnisse gebessert haben. Trotzdem: Etwa ein Drittel aller Pflegekinder werden später adoptiert. Das Vermittlungsverfahren ähnelt dem einer Adoption.

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