Kindsbewegungen: Mama, spürst du mich?

Die ersten Kindsbewegungen! Manche vergleichen sie mit dem zarten Flügelschlag eines Schmetterlings - andere weniger romantisch mit dem Gefühl von Darmbewegungen. In jedem Fall ein unvergleichlich emotionales Erlebnis für die werdende Mama.


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 „Wann kann ich mein Baby endlich spüren?“


Eine Frage, die alle Schwangere natürlich brennend interessiert! Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, nehmen die ersten Kindsbewegungen meist um die 20. SSW wahr. Frauen, die schon mal schwanger waren, können das zarte erste Anklopfen ihres Babys häufig schon etwas eher spüren, in der 18. SSW oder sogar noch früher. Grund dafür ist, dass ihre Gebärmuttermuskulatur durch die vorhergehende(n) Schwangerschaft(en) nicht mehr ganz so straff und damit empfindsamer ist. Außerdem können sie die Kindsbewegung aus Erfahrung meist eher als solche deuten – sie wissen ja bereits, wie es sich anfühlt, wenn der kleine Schatz im Bauch stupst und tritt.

Kindsbewegungen


© Thinkstock / vision net ag
Wann Sie Ihr Baby das erste Mal spüren, hängt nicht nur von der SSW ab, sondern auch von der Lage der Plazenta. Bei einer Vorderwandplazenta beispielsweise sind die ersten Kindsbewegungen eventuell erst später und weniger intensiv spürbar. Auch die Fruchtwassermenge und die Lage des Babys können sich auf die Intensivität der ersten und späteren Kindsbewegungen auswirken. 
„Wie fühlen sich Kindsbewegungen an?“
Anfangs meldet sich Ihr Kleines noch ganz zart. Frauen beschreiben das Gefühl meist als leichtes Kitzeln oder Blubbern, als würden kleine Bläschen an der Bauchdecke zerplatzen oder ein Schmetterling mit den Flügeln flattern. Andere vergleichen es mit Darmbewegungen und wandernder Luft im Bauch. Aber egal wie sich die ersten Kindsbewegungen für Sie anfühlen, sie markieren in jedem Fall einen wichtigen Meilenstein: den Beginn der innigen Mutter-Kind-Beziehung!

Schon bald, etwa ab der 28. SSW, werden aus den sanften Stupsern übrigens richtige Tritte. Und die sind dann auch schon für den Papa spür- und sichtbar. Aber: Jede Schwangerschaft verläuft anders. Bei manchen Frauen beult sich der Bauch auch schon ab der 22. Woche sichtbar aus, wenn das Kleine turnt. Bei anderen bleiben die Kindsbewegungen dafür während der gesamten Schwangerschaft eher zurückhaltend.

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„Stupsen, schieben, treten - was macht mein Baby da drin?“

Bis Sie Ihr Baby das erste Mal spüren, hat es bereits ein volles Programm hinter sich. Die allerersten Kindsbewegungen sind nämlich schon in der 6. SSW im Ultraschall sichtbar. Zwar noch sehr ruckartig, wie bei einem kleinen Fisch, bald aber werden die Bewegungen regelmäßiger und gezielter. In der 8. SSW rudert es schon mit den Ärmchen und Beinchen und bald sind erste Schluckauf-Bewegungen im Ultraschall erkennbar. Bis zur 16. SSW trainiert es weiter seine Gliedmaßen, beugt und streckt das Köpfchen, dehnt seinen kleinen Körper, gähnt, saugt und schluckt. Außerdem sind jetzt erste Augenbewegungen zu beobachten.

Sobald Ihr Baby groß und kräftig genug ist, dass Sie seine Bewegungen spüren können, fängt es auch schon damit an, an seinem Daumen zu lutschen. Es dehnt, rollt und dreht sich, solange es der Platz in Ihrem Bauch zulässt. Etwa ab der 30. SSW beginnt es eng zu werden und ein Ausstrecken der Beinchen ist kaum noch möglich. So langsam begibt sich Ihr Baby sich deshalb in die Schädellage und wartet darauf, geboren zu werden.

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Der Platzmangel ist übrigens daran schuld, dass Sie Ihr Baby im 3. Trimester wieder weniger spüren. Die Enge und sein Schlafbedürfnis! Denn Ihr Baby schläft den lieben langen Tag, immerhin 15 bis 20 Stunden. Wenn es dann aber mal munter ist und zutritt, kann das gegen Ende der Schwangerschaft, wenn die Fruchtwassermenge bereits abgenommen hat, schon ein bisschen schmerzhaft sein. Sollte Ihr Baby Sie mit schmerzhaften Kicks ärgern, verändern Sie Ihre Position. Das lenkt es eventuell ab und es stellt sein Fußball-Training ein – zumindest kurzzeitig.
„Wie kann ich mein Baby zur Bewegung animieren?“
Ganz intuitiv machen Sie das bestimmt schon, nämlich indem Sie bewusst eine Stelle Ihres Bauches streicheln. Manchmal wird Ihr Baby genau an der Stelle „zurückgrüßen“. Oder aber Sie streicheln direkt dort, wo Ihr Baby gerade noch geboxt hat, vielleicht antwortet es Ihnen ja. Ist es nicht ein tolles Gefühl, auf diese Weise bereits mit dem Ungeborenen kommunizieren zu können?

Sie werden auch merken, dass Ihr Baby auf Ihre Stimmungen reagiert. Sind Sie gestresst, nervös oder gereizt, wird es bestimmt - dank des Adrenalins - wie ein kleines Rumpelstilzchen in Ihrem Bauch wüten. Gleiches gilt, wenn Sie sich nach einer kleinen Mahlzeit ein wenig ausruhen. Gut möglich, dass Ihr Baby wegen des Energieschubs der Nahrung jetzt besonders aktiv ist - und Sie ein entspanntes Nickerchen regelrecht vergessen können.
„Es ist so ruhig – muss ich mir Sorgen machen?“
Zu Beginn sind die Kindsbewegungen noch ziemlich unregelmäßig. Es können auch mal ein paar Tage vergehen, an denen Sie nichts spüren. Das liegt einfach daran, dass Sie nicht von allen Aktivitäten Ihres kleinen Bauchbewohners etwas mitbekommen. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft werden seine Bewegungen kräftiger und Sie werden lernen, wann Ihr Baby besonders aktiv ist.

Vielleicht haben Sie in dem Zusammenhang schon mal was von "10 Kindsbewegungen pro Tag" gehört. Dahinter steht der Gedanke, dass sich gesunde Babys im Mutterleib mindestens zehn Mal am Tag bewegen. Zwar gibt es heutzutage zuverlässigere Mittel und Wege (Ultraschall, CTG), um die gesunde Entwicklung des Babys zu überwachen. Doch Hebammen empfehlen gerade besorgten Mamas auch heute noch die Zählmethode, um das Wohlbefinden ihres Babys im Blick zu behalten. Gezählt wird immer ab einer bestimmten Uhrzeit am frühen Nachmittag. Jede Bewegung wird per Strichliste festgehalten. Sind zehn Bewegungen gezählt, braucht man an diesem Tag nicht weiterzählen, sondern startet am nächsten Tag von vorn. Liegen zwischen der ersten und zehnten Bewegung nicht mehr als zehn Stunden, ist alles in Ordnung. Bewegt sich Ihr Baby am Tag deutlich weniger und liegen zwischen der ersten und der zehnten Aktivität mehr als zehn Stunden, sollten Sie das vorsichtshalber von Ihrem Frauenarzt checken lassen. Gleiches gilt, wenn die Aktivität abrupt abnimmt oder die Pausen zwischen den Bewegungen auffallend größer werden.

Trotzdem gilt: Machen Sie sich nicht verrückt! Ruhigere Phasen sind ganz normal, vor allem gegen Ende der Schwangerschaft. Sind Sie dennoch besorgt, dann sollten Sie natürlich immer Ihren Arzt aufsuchen, der Sie ganz bestimmt beruhigen kann.

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