Mutterpass: das Baby in Zahlen

Natürlich wird nicht nur die werdende Mutter während der Schwangerschaft genau vermessen, gewogen und untersucht - auch die Entwicklung des Babys wird ganz genau dokumentiert. Wie genau der Winzling vermessen wir und was die Abkürzungen vor den Werten bedeuten haben wir hier erklärt.


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Mutterpass: Seite 10, 11 und 14


Baby-Fernsehen - gibt es etwas Aufregenderes? Auf mindestens drei solcher Ultraschall-Termine (Sonographien) dürfen Sie sich freuen. Sie sollen die Entwicklung des Kindes überprüfen und eventuelle Fehlbildungen aufspüren. Beim 1. Screening in der 9. SSW bis 12. SSW schaut der Arzt, ob der Embryo sich auch tatsächlich in der Gebärmutter eingenistet hat (intrauteriner Sitz), ob er schon eindeutig zu sehen ist und ob schon Herztöne vorhanden sind. Natürlich wird auch kontrolliert, ob es sich um einen oder mehrere Embryonen handelt. Dann wird der Embryo vermessen. Und auch hier gibt es viel zu dokumetieren. Vor allem je größer der Embryo wird:

● der Fruchtsack (FS),
● die Scheitel-Steiß-Länge des Embryos (SSL) und
● der biparietale Durchmesser (BPD), die Strecke von einer Kopfseite zur anderen.
● den FOD: Frontookzipitaler Durchmesser. Die Länge des Kopfes von vorne nach hinten
● den KU (Kopfumfang),
● den ATD: Abdominotransversaldurchmesser. Die Strecke von einer Bauchseite zur anderen
● den APD: Anterior-Posterior-Durchmesser. Die Strecke vom Nabel zum Rückgrat,
● den AU: Abdomenumfang oder Bauchumfang,
● die FL: Femurlänge, als die Länge des kindlichen Oberschenkels
● die HL: Humeruslänge, die Länge des kindlichen Oberarmknochens


Der Arzt kontrolliert außerdem die Fruchtwassermenge und überprüft Sitz und Struktur der Plazenta (Mutterkuchen). Beim 3. Screening werden dieselben Untersuchungen noch einmal wiederholt. Die Mess-Ergebnisse aller Screenings trägt der Mediziner auf Seite 14 in das vorbereitete Normkurven-Diagramm in den Mutterpass ein. Hier ist Mittelmaß gefragt. Alle Punkte, die innerhalb der 3 Linien liegen, sind normal. Ist das Kind viel größer oder viel kleiner, beobachtet das der Arzt genau und entscheidet sich ggf. für weitere Untersuchungen.

Hebammentipp:
Lassen Sie sich von all den Normkurven und Fruchtwassermengen nicht verrückt machen. Genießen Sie lieber die bewegten Bilder von Ihrem Baby.