Mutterpass: medizinisches Fachjargon

Für den Laien ist das medizinische Fachjargon im Mutterpass nur schwer zu verstehen. Damit Ihnen keine wichtige Information entgeht haben wir hier ein kleinesMutterpass-Lexikon für Sie.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden


Mutterpass: Seite 5 und 6

Die Seite 5 im Mutterpass schlägt der Arzt oder die Hebamme als erste auf, denn die Krankenvorgeschichte (Anamnese) der Mama soll mögliche Risiken für Mutter und Kind klären. Doch uns Laien kommen die Fremdwörter recht spanisch vor. Hier ein kleines Lexikon:

Diabetes mellitus bedeutet Zuckerkrankheit,
Hypertonie Bluthochdruck,

die Abkürzung ZNS steht für Zentralnervensystem,
Thrombosen sind Blutgerinnsel in den Venen,
Rhesus-Inkompatibilität meint Rhesusunverträglichkeit
Adipositas steht für Fettsucht.

Auich auf Seite 6 des Mutterpasses geht es mit dem Fachvokabular weiter. Hier notiert der Arzt weitere gesundheitliche Risiken:

Abusus umschreibt den Missbrauch von Drogen aller Art.
Eine Placenta previa ist ein vorgelagerter Mutterkuchen, er liegt vor dem inneren Muttermund und versperrt dem Kind den natürlichen Geburtsweg.
Hydramnion ist zu viel Fruchtwasser, bei bestimmten Fehlbildungen, Diabetes oder bei Zwillingen möglich.
Oligohydramnie ist das Gegenteil, also zu wenig Fruchtwasser, z.B. bei Übertragung oder kindlichen Nierenschäden.
Eine Placentainsuffizienz ist eine Mangeldurchblutung des Mutterkuchens und führt zur Unterversorgung des Kindes.
Eine Isthmozervikale Insuffizienz ist eine Schwäche des Gebärmutterhalses, der sich vorzeitig öffnet.
Anämie ist Blutarmut, zu wenig rote Blutkörperchen.
Ein indirekter Coombstest zeigt Antikörper im Blut der Mutter, die gegen die Blutgruppenantigene des Kindes gerichtet sind.
Mit Ödemen sind Wassereinlagerungen gemeint.
Hypotonie ist ein niedriger Blutdruck.
Gestationsdiabetes nennt sich die Zuckerkrankheit in der Schwangerschaft.

Außerdem wird auf Seite 6 im Mutterpass der Entbindungstermin berechnet. Dieser Termin ist aber wie immer unverbindlich und nur eine grobe Zeitangabe. In den folgenden Monaten kann der Arzt anhand der Entwicklung des Babys den Geburtstermin viel genauer bestimmen.

Hebammentipp: Eine Risikoschwangerschaft besteht nach dieser Liste im Mutterpass schnell. Sind Sie über 35 Jahre alt, etwas zu schwer, allergisch oder vielleicht sogar Raucherin - schon gehört sie dazu. Die meisten erleben trotzdem eine unkomplizierte Schwangerschaft.