Mutterschaftsgeld

Frauen, die selbst krankenversichert sind, erhalten in den Wochen vor und nach der Geburt Mutterschaftsgeld. Wie hoch das Mutterschaftsgeld ist und wie Sie es beantragen, erfahren Sie hier: FAQs Mutterschaftsgeld.


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Mutterschaftsgeld: Geld für Mütter


Dank des Mutterschaftsgeldes können Sie die Wochen vor und nach der Geburt finanziell ganz entspannt angehen. Die Leistung der gesetzlichen Krankenkassen sorgt dafür, dass Sie ungefähr Ihr Nettogehalt gezahlt bekommen.


© iStock
Wie viel Mutterschaftsgeld bekomme ich?
 
Das Mutterschaftsgeld ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Es wird (werdenden) Müttern in der Zeit des gesetzlichen Mutterschutzes - ab der sechsten Woche vor dem errechneten Geburtstermin bis zur achten Woche nach der Geburt - gezahlt. Voraussetzung ist, dass sie selbst krankenversichert sind.
Wenn Mehrlinge zur Welt kommen, wird der Auszahlungszeitraum um vier zusätzliche Wochen verlängert. Kommt das Baby zu früh auf die Welt, wird das Mutterschaftsgeld ebenfalls entsprechend länger gezahlt. Auch Frauen, die in Teilzeit oder als geringfügig Beschäftige arbeiten, haben einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld.
 
Diese Voraussetzungen müssen für das Mutterschaftsgeld erfüllt sein:

 
➤ Die Mutter muss als Angestellte arbeiten.

➤ Die Arbeitnehmerin muss gesetzlich pflichtversichert oder freiwillig krankenversichert sein.
Wie hoch ist das Mutterschaftsgeld?
Pro Tag zahlt die Krankenkasse bis zu 13 Euro. Die Differenz zu Ihrem bisherigen Nettogehalt zahlt der Arbeitgeber (§ 14 MuSchG) – damit bekommen Sie auch in der Zeit des Mutterschutzes Ihr bisheriges Nettogehalt.
 
Für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes dient das Gehalt der letzten 13 Wochen. Fallen Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld in diesen Zeitraum, werden diese nicht berücksichtigt.
 
Wenn das Durchschnittsgehalt vor der Geburt unter 390 Euro lag, bekommen Sie allerdings nur den Anteil der Krankenkasse.
Wie wird das Mutterschaftsgeld beantragt?
Das Mutterschaftsgeld erhalten Sie nicht automatisch, Sie müssen es bei Ihrer Krankenkasse beantragen. Sie benötigen dazu eine Bescheinigung Ihres Arztes oder Ihrer Hebamme, die Auskunft über den errechneten Geburtstermin gibt. Lassen Sie sich das Attest zwei Mal ausfertigen – eine Ausführung ist für Ihre Krankenkasse und eine ist für Ihren Arbeitgeber. Tipp: Damit Sie das Geld pünktlich erhalten, sollten Sie das Mutterschaftsgeld möglichst frühzeitig abschicken, frühestens ist das sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin möglich.

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Was ist, wenn ich privat versichert bin?

Als Privatversicherte (mit Anspruch auf Krankengeld) erhalten Sie das Mutterschaftsgeld nicht von Ihrer Krankenkasse, sondern vom Bundesversicherungsamt - und zwar in Form einer Einmalzahlung von höchstens 210 Euro. Dazu kommt dann noch der Zuschuss des Arbeitgebers, wenn Sie in einem Angestelltenverhältnis stehen.
Was ist, wenn ich geringfügig beschäftigt bin?
Auch wenn Sie geringfügig beschäftigt sind, bekommen Sie ein reduziertes Mutterschaftsgeld in Höhe von maximal 210 Euro als einmalige Zahlung. Den Antrag hierfür müssen Sie beim Bundesversicherungsamt stellen. Wenn Sie in der Zeit vor dem Mutterschutz durchschnittlich mehr als 13 Euro pro Tag verdient haben, haben Sie Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld.
Was ist, wenn ich in der gesetzlichen Versicherung familienversichert bin?
Als Familienversicherte haben Sie keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld von der gesetzlichen Krankenkasse. Sie können aber ebenfalls beim Bundesversicherungsamt eine Einmalzahlung beantragen. Außerdem steht Ihnen der Zuschuss des Arbeitgebers zu.
Was ist, wenn ich als Selbstständige arbeite?
Wenn Sie als Selbstständige freiwillig gesetzlich versichert sind und einen Anspruch auf Krankentagegeld haben, bekommen Sie Mutterschaftsgeld (in Höhe des Krankentagegeldes!) von Ihrer Krankenkasse. Der Anteil des Arbeitgebers entfällt. Wenn Sie privat versichert sind, sollten Sie sich bei Ihrer Krankenkasse über eventuelle Leistungen erkundigen.
Was ist, wenn ich mich in Elternzeit befinde?
Wenn Sie zu Beginn des Mutterschutzes noch in Elternzeit und gesetzlich versichert sind, erhalten Sie ein Mutterschaftsgeld von 13 Euro pro Tag. Der Zuschuss des Arbeitgebers entfällt in diesem Fall, es sei denn Sie beenden Ihre Elternzeit vorzeitig oder unterbrechen sie.
Wird das Mutterschaftsgeld auf das Elterngeld angerechnet?
Ja! Für die Tage, an denen Sie Mutterschaftsgeld bekommen, erhalten Sie kein Elterngeld. Verhindern lässt sich das auch nicht, wenn Sie das Elterngeld erst für die Zeit nach Ende des Mutterschutzes beantragen.
 
Wenn Sie weitere Fragen rund um das Mutterschaftsgeld haben, wenden Sie sich am besten direkt an Ihre Krankenkasse.
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