Nahrungsergänzungsmittel: Jod in der Stillzeit

Schwangere und stillende Frauen haben einen erhöhten Jod-Bedarf. Jodsalz, Seefisch und Milchmahlzeiten können helfen, ihn zu decken.


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Der Jodbedarf in der Schwangerschaft kann durch Seefisch gedeckt werden,


Tagesbedarf an Jod

● normaler Tagesbedarf: 200 Mikrogramm.
● Schwangerschaft: 230 Mikrogramm
● Stillzeit: 260 Mikrogramm

Erreicht werden diese Empfehlungen im Bevölkerungsdurchschnitt über die normale Ernährung allerdings nicht, und so gehört Jod immer noch zu den kritischen Wirkstoffen. Die geschätzte Jodmenge, die über die tägliche Nahrung einschließlich jodiertem Speisesalz aufgenommen wird, beträgt durchschnittlich etwa 120 Mikrogramm. Während der Schwangerschaft und bei Stillenden entsteht so eine Versorgungslücke von 100 bis 150 Mikrogramm Jod pro Tag. Die gilt es zu schließen.
Jodmangel und seine Folgen
Wenn Schwangere und stillende Mütter zu wenig Jod zu sich nehmen, kann das auch die Gesundheit des Babys gefährden. Jod-Mangel hemmt vor allem das Wachstum und die Knochenreifung aber auch die Gehirnentwicklung kann beeinträchtigt werden. Außerdem steigt das Risiko einer Fehlgeburt.
Um einem Jodmangel vorzubeugen sollten Schwangere und auch Mütter in der Stillzeit auf Folgendes achten:

● konsequent Jodsalz verwenden,
● regelmäßig Seefisch essen,
● regelmäßig Milchmahlzeiten zu sich nehmen,
● Jod-Tablewtten: täglich 100 bis 150 Mikrogramm (nach Rücksprache mit dem Arzt)

Wichtig:
Vorab muss eine Überfunktion der Schilddrüse ausgeschlossen werden.
Für die gezielte Ergänzung von Folsäure und Jod gibt es auch Kombipräparate in der Apotheke. Wie bei anderen Supplementen auch, müssen die Kosten dafür allerdings aus dem eigenen Geldbeutel getragen werden.