Protokoll einer Geburt

Die Geburt eines Kindes ist das Ende der Schwangerschaft und der Beginn des Mutter-Seins. Bis Sie Ihr Baby in den Armen halten dürfen, kommt aber einiges auf Sie und Ihren Körper zu. Doch gerade Erstgebärende haben oft eine falsche, viel zu schlimme Vorstellung vom Geburtsvorgang. Das Protokoll einer Geburt ...


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1. Die Vorbereitung beginnt


Schon etwa um die 30. SSW beginnt Ihr Körper mit dem Training für die Geburt, nämlich mit den sogenannten Übungswehen. Dabei zieht sich die Gebärmutter immer wieder zusammen und übt so für die echten Wehen. Sie werden davon nur wenig mitbekommen, außer dass Ihr Bauch vorübergehend hart wird.

Erste Wehen


© iStock
Wesentlich deutlicher werden Sie die sogenannten Senkwehen spüren. Die sorgen dafür, dass Ihr Baby allmählich tiefer in den Beckeneingang geschoben wird und in die richtige Geburtsposition rutscht. Die Senkwehen setzen meist um die 35. SSW oder 36. SSW ein. Wie sie sich anfühlen, ist schwer zu beschreiben. Denn egal, welche Mutter Sie fragen, Sie bekommen vermutlich keine eindeutige Auskunft, jede Frau empfindet die Wehen anders: Eine vergleicht sie mit sehr starkem Menstruationsschmerz, bei der anderen zieht es im Rücken, einige spüren einen Druck im Becken.
2. Der Körper gibt das Startsignal
Anders als Übungs- und Senkwehen geben die echten Wehen wirklich das Startsignal. Das Baby will jetzt auf die Welt kommen. Aber wie erkenne ich echte Wehen? Eine Frage, die vor allem Erstgebärende nervös macht. Denn auch echte Wehen können sich zunächst recht ähnlich anfühlen wie die Senkwehen. Es gibt dennoch ein paar deutliche Unterscheidungsmerkmale, anhand derer Sie echte Wehen erkennen können. Echte Wehen lassen sich in ihrer Schmerzintensität und Dauer nicht beeinflussen. Das heißt, es ist egal, ob Sie die Position wechseln und herumlaufen, sitzen oder stehen - der Schmerz bleibt gleich. Außerdem werden sie von Mal zu Mal stärker, dauern länger an und die Zeitabstände verkürzen sich.

Bemerken Sie außerdem bräunlich gefärbte Blutungen in glasigem Schleim, dann ist das ein deutliches Anzeichen für die Geburt. Die Blutungen sind ein Zeichen dafür, dass der Zervixpropf, der den Gebärmutterhals bisher verschlossen hat, sich gelöst hat und quasi den Weg für das Baby freigibt.

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Die Fruchtblase platzt bei den meisten Schwangeren aber wirklich erst in den ersten Phasen der Geburt. Nämlich dann, wenn der Muttermund sich weitet und bereits Wehen vorhanden sind. Zu diesem Zeitpunkt sind die meisten Frauen aber schon im Krankenhaus.

Faustregeln - Wann ins Krankenhaus/Geburtshaus?

➤ Die Wehen kommen in einem Abstand von fünf bis sieben Minuten
➤ Die Kontraktionen dauern länger als 20 Sekunden und werden schmerzhafter
➤ Blasensprung (unabhängig davon, ob Wehen vorhanden sind)




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