Schwanger im Sommer: Tipps für heiße Tage

Im Sommer schwanger zu sein ist nicht immer ganz leicht. Hier finden Sie Tipps, die Ihnen bei Hitze die Schwangerschaft erleichtern.


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Schwanger im Sommer: Schwangere trägt Sonnencreme auf


© Thinkstock
Sommer, Sonne und leider auch die Hitze. So schön die warmen Temperaturen auch sind, mit Babybauch sind sie nicht immer angenehm. Gerade Hochschwangere merken bei großer Hitze erst recht die zusätzlichen Kilos des Babys. Daher die oberste Regel: Immer mit der Ruhe.

Das gilt besonders in der Mittagshitze. Machen Sie wichtige Besorgungen am besten schon am Vormittag und vermeiden Sie hektische Termine. Auch ohne zusätzlichen Stress wird Ihr Kreislauf bei heißen Temperaturen genug gefordert. Halten Sie es also wie die Südländer und machen Siesta. Am besten natürlich nicht in der prallen Sonne. Suchen Sie sich ein schattiges Plätzchen oder genießen ein Nickerchen in der abgedunkelten Wohnung. Das hält die Sonne draußen und die Wohnung kühl.

Wasser marsch


Um Ihren Kreislauf bei Laune zu halten, sollten Sie außerdem genügend trinken. Bei Flüssigkeitsmangel zirkuliert das Blut langsamer und das ist sowohl schlecht für Sie – es melden sich Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindel – als auch für das Baby, weil es schlechter mit Sauerstoff versorgt wird. Zwei Liter täglich sollten es mindestens sein. Am besten Wasser, Tees oder verdünnter Fruchtsäfte.

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Kleiner Tipp: Einfach ein paar Spritzer Zitronensaft ins Wasser geben, das ist besonders erfrischend. Auch wenn man bei großer Sommerhitze nach jeder Art der Abkühlung sucht, vermeiden Sie zu kalte Getränke. Die verleiten den Körper leider dazu, noch mehr zu schwitzen. Greifen Sie zu saftigem Obst wie zum Beispiel Melonen, die helfen auch dabei, den Körper mit Flüssigkeit zu versorgen.

An alle Biergartenfreunde: Vorsicht bei alkoholfreiem Bier. Manche Sorten enthalten immer noch Restmengen an Alkohol. Bis 0,5 Prozent Alkoholgehalt sind auch bei „alkoholfreiem Bier“ erlaubt. Erst wenn dieser Wert überschritten wird, dürfen die Sorten nicht mehr als alkoholfrei bezeichnet werden. Schauen Sie also besser genauer auf das Etikett.

Immer mit der Ruhe ist das Credo. Aber auch die schönste Siesta sollte irgendwann zu Ende gehen. Denn nur Faulenzen tut Ihnen nicht gut. Wasser sammelt sich im Sommer noch viel schneller in den Beinen, lassen sie anschwellen und schwer werden. Um Wasser in den Beinen vorzubeugen hilft nur regelmäßige Bewegung. Nutzen Sie also die kühleren Morgen- und Abendstunden für einen kleinen Spaziergang. Tagsüber die Beine am besten regelmäßig hochlegen oder ab und zu mit kaltem Wasser abbrausen. Leichte Fußgymnastik unterstützt außerdem die Venenpumpe in den Beinen. Was Sie noch dagegen tun können, lesen Sie hier: Tipps gegen geschwollene Beine."

Wasser in den Beinen: 5 Verbote für Schwangere
  • Verzichten Sie trotzdem nicht aufs Trinken. Das wirkt sich negativ auf Kreislauf und Stoffwechsel aus.
  • Nehmen Sie keine entwässernden Tabletten. Außer der Arzt hat Ihnen das ausdrücklich verordnet.
  • Ziehen Sie keine zu engen Hosen an. Die können den Blutfluss zusätzlich behindern.
  • Vermeiden Sie zu langes Stehen und achten Sie auf genügend Bewegung.
  • Früher wurden Reistage oder salzarme Kost empfohlen. Diese Meinung ist aber überholt. Salzen Sie ihr Essen wie gewohnt.

Darf ich schwanger ins Schwimmbad gehen?

Natürlich können Sie um sich zu bewegen auch schwimmen gehen. Das ist besonders schonend für die Gelenke, macht den Babybauch zumindest einen Moment lang etwas leichter und entlastet so den Rücken. Achten Sie jedoch darauf, dass die Wassertemperatur nicht zu kalt ist: 25 °C sind ideal. Angst vor einer Scheideninfektion müssen Sie nicht bei jedem Badegang haben. Ziehen Sie sich danach aber auf jeden Fall etwas Trockenes an, um das Risiko einer Infektion zu vermeiden. Treten trotzdem Anzeichen wie Juckreiz, Brennen, Rötungen und Schwellungen auf, besser den Arzt aufsuchen. Wird eine Scheideninfektion früh genug erkannt, lässt Sie sich gut behandeln und auch für das Baby besteht dann keine Gefahr.

Nicht nur für das Freibad sondern generell gilt: Achten Sie jetzt besonders auf ausreichenden Sonnenschutz. Weil die Haut in der Schwangerschaft außerdem empfindlicher ist als sonst, benutzen Sie möglichst parfumfreie Lotionen und Cremes. Am besten sind also hypoallergene Sonnenschutzmittel mit hohem UV-Schutz. Aber Ihr Körper unterstützt Sie jetzt auch ganz automatisch: Er hat seine eigenen Sonnenschutz entwickelt.
Und was soll ich anziehen?
Leichte Stoffe aus Naturmaterialien wie Baumwolle oder Leinen sind die ideale Umstandsmode für den Hochsommer. Die lassen die Haut atmen und transportieren die Wärme gut nach außen. Angenehm sind außerdem weite Schnitte, die den Babybauch sanft umspielen. Vermeiden sollten Sie synthetische Stoffe, die halten die Wärme nämlich am Körper und können so einen Hitzestau verursachen.

Wie bereits erwähnt, kann es im Sommer häufiger zu Wassereinlagerungen kommen. Bequeme Schuhe - im Zweifelfall eine halbe Nummer größer als normal – sind daher ein Muss für den Sommer. Sie können sich außerdem einen Stroh- oder Sonnenhut anschaffen. Der ist nicht nur ein nettes Accessoire sondern sorgt vor allem für einen kühlen Kopf. Der ist ohnehin wichtig, um entspannt durch die Schwangerschaft zu kommen – besonders im Sommer.
(Pinterest, Pin-Bild: iStock)



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