Julie Bhosale: eine Normal-Mama mit echtem After-Baby-Body

Julie Bhosale ist eine Normal-Mama und das ist ihr After-Baby-Body. Ade Bodyshaming! Mehr Mut zur eigenen Unvollkommenheit! Neue Bilder, altes Thema - langweilig. Warum sollte ich das lesen? Ja, warum? Die Antwort ...


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Das Thema ist durch, zu oft da gewesen, ist nichts Neues, kennen wir schon alles.  Sie haben Recht. An diesem Thema ist absolut ganz und gar nichts neu – und genau deswegen ist es so wichtig. Wieso? Einen Moment bitte!

Es ist die Geschichte über eine Mutter. Über eine Mutter mit Schwangerschaftstreifen, Dellen, Falten und schlaffer Haut. Über eine Mutter, die ihre Kinder liebt – sich selbst manchmal nicht so sehr. Über eine Mutter mit Selbstzweifeln und …Wir sagten ja schon, an dieser Gesichte ist nichts neu – derlei gibt es viele. Aber warten Sie noch kurz!

Neue Bilder, altes Thema: langweilig?


Unsere Mutter heißt Julie Bhosale und im Internet wird gerade viel über sie geredet. Nach der Geburt ihres zweiten Kindes hat sie auf ihrem Blog "Julie Bhosale - The New Mum's Nutritionist" ein Foto von sich veröffentlicht. Eigentlich eine Collage mehrerer Fotos. Das erste zeigt Julies Bauch direkt nach der Geburt, das letzte 14 Wochen danach. Und siehe da, er ist noch da, der Bauch. Er ist nicht über Nacht verschwunden und hat sich nicht sogar zwei Kleidergrößen weiter nach hinten verzogen als vor der Schwangerschaft. Bei Promis ist das ja inzwischen üblich, man kennt die Bilder ja. Julies Bild zeigt aber den Afterbabybody einer Frau, einer normalen Frau. Warum wir darüber schreiben, wenn es denn so normal ist? Kommt noch!

Julie Bhosale: Postpartum body


© Julie Bhosale/ juliebhosale.co.nz
Ihr Bild kommentiert Bhosale mit einem langen Artikel "My Real Postpartum Body". Darin schreibt sie:


„You live in a society that pushes images at you every day of women who have given birth and just “bounced back” – great for them. But this is such a small minority. For most of us, our bodies change, and change a lot.  It is scary, it is hard, it can be down right disgusting and upsetting but it is real and normal ...”

von Julie Bhosale


"Wir leben in einer Gesellschafft, die dich mit Bildern von Frauen überhäuft, die gerade entbunden haben und danach blitzschnell wieder ihre alte Figur zurück haben. Das ist schön für sie – aber das ist so eine kleine Minderheit. Bei den meisten von uns verändert sich der Körper, er verändert sich sehr. Das ist beängstigend, das ist hart. Alles kann nach rechts, oben oder unten verrutschen und das kann hässlich sein und dich traurig machen, aber es ist real und es ist normal."

Recht hat sie. Und weil das viele so sehen, ist sie und vor allem ihr Bauch jetzt berühmt. Dabei hat sie lange überlegt, ob sie die Bilder wirklich veröffentlichen soll. Zunächst sind da natürlich die eigenen Selbstzweifel und dann noch die Angst vor der Häme. Schließlich entspreche man so gar nicht dem gängigen Schönheitsideal und...Sie warten immer noch auf den Neuigkeitswert dieser Geschichte, oder? Wir müssen Sie enttäuschen, den gibt es wirklich nicht.
Nicht langweilig, wichtig!

Und das ist genau der Punkt, warum wir darüber schreiben. Julie Bhosale ist nicht die erste und wird nicht die letzte Mutter sein, die den Mut hat, der Welt zu zeigen, wie normal sie ist, die sich sogar dafür schämte, wie normal sie ist und die ihre Selbstzweifel letztendlich überwunden hat. Bereits im Januar 2015 schlossen sich Mütter unter dem Hashtag #TakeBackPostPartum und dem gleichnamigen Instagram-Account zusammen, um der ganzen Welt zu zeigen, wie ein Afterbabybody wirklich aussieht und dass es nach der Schwangerschaft wichtigeres gibt, als die Figur. Wir fragen uns also: Wie kann normal so ungewöhnlich sein, dass darüber immer noch so viel berichtet werden kann? Wie kann es sein, dass aus normalen Müttern, außergewöhnliche Mütter werden nur weil sie zeigen, wie normal sie sind? Sollte normal nicht einfach langweiliger Standard sein? Offensichtlich ist dem nicht so. Wir vergleichen uns, wir vergleichen andere mit einem Idealbild, das nicht mal annährend dem Durchschnitt entspricht und dennoch als Norm gilt. Wer davon abweicht, gilt als nicht norm-al. Zumindest ist es dieser fixe Gedanke, der dich verfolgt. Er macht dich nervös, unsicher. Und wenn du am verwundbarsten bist – zum Beispiel nach einer Schwangerschaft - dann trifft er dich besodners hart. Er setzt sich fest und lässt dich so schnell nicht mehr los: Bin ich normal? Oder noch schlimmer: Warum bin ich nicht normal?
DARUM!

Und solange sich Frauen noch mit diesen Fragen quälen, solange ist es auch Wert über solche Geschichten zu schreiben. Denn noch sind Frauen wie Bhosale wirklich unnormal, unnormal mutig. Wir sagen danke! Hoffentlich verabschieden wir uns bald endgültig von der Ideal-Norm und kehren zu ideal normal zurück. Fertig!

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