Eltern und Geld


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Junge Eltern und Geld


Auch über Geld sollten junge Eltern jetzt offen sprechen, schließlich stellt die Geburt eines Kindes eine ganz neue, wirtschaftliche Situation dar: Wie teilen wir unser Geld ein in der Zeit, in der nur einer verdient? Wollen wir ein gemeinsames Konto? Welche Versicherungen brauchen wir? Wollen wir für unser Kind Geld anlegen? Welche Anschaffung sind wirklich notwendig - was können wir uns sparen? Ab wann braucht ein Baby überhaupt ein eigenes Zimmer?

Für solche Fragen sind andere Eltern oft die besten Ansprechpartner. Sie haben einen realistischen Blick dafür, was wirklich sinnvoll und notwendig ist. Für Babys und Kleinkinder wird sehr viel angeboten, was den Praxistest am Ende nicht besteht. Angefangen von Ausbildungsversicherungen bis zum Babyhopser. Aber gerade als frischgebackene Mutter oder Vater lässt man sich natürlich gern von dem Gefühl überwältigen: „Nur das Beste für mein Baby.“ Daran ist auch nichts falsch,  aber die Hersteller von Kinderprodukten sind sehr geschickt darin, für die Zielgruppe „junge Eltern“ Bedürfnisse zu kreieren, für die eigentlich gar keine Notwendigkeit besteht. Als Eltern gemeinsam mehr erreichen
Im Rückblick stellen junge Eltern häufig fest, dass vieles von dem, was sie während der Schwangerschaft und im ersten Jahr geplant und sich vorgestellt haben, doch ganz anders gekommen ist. Aber umsonst waren all die Überlegungen nicht. Denn eines bleibt Ihnen in jedem Fall erhalten: eine Kultur des Teamworks. Und die wird in den kommenden Jahren von zentraler Bedeutung sein. Es wird kaum einen Tag geben, an dem nicht Fragen abgestimmt werden müssen wie: Wer geht zum Elternabend im Kindergarten? Woher bekommen wir bis morgen ein Elfenkostüm? Wo sind die Ohrentropfen?

Eltern, die hier Teamwork an den Tag legen, haben beste Chancen, auch im Familientrubel eine harmonische, glückliche  Beziehung zu führen. „Je besser zwei Partner zusammen Stress bewältigen, desto günstiger die Prognose für die Beziehung“, so der Schweizer Psychologe Guy Bodenmann („Stress und Partnerschaft. Gemeinsam den Alltag bewältigen“, Huber, 20 Euro). Das hört sich nicht sehr romantisch an. Aber Paare, die ein Familientreffen heiter überstehen, den wöchentlichen Großeinkauf ohne Zerwürfnisse erledigen und sich auch nicht angiften, wenn sie bei 40 Grad Hitze mit quengelnden Kindern im Stau stehen, sind glücklicher als andere.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass gute Kooperation langfristig zufriedener macht als romantische Aufmerksamkeiten. Liebe und Leidenschaft allein sind eben kein Garant für Beziehungsglück. Besonders nicht, wenn Kinder da sind. Eltern sind auch Manager, die gemeinsam ihr kleines Unternehmen am Laufen halten müssen. Wer sich dabei auf seinen Partner verlassen kann, fühlt sich gestärkt und unterstützt. Dauerhaft schlecht verarbeiteter Stress hingegen nagt extrem an Beziehungen: Lust auf Gespräche und Sex lassen stark nach, das Klima wird gereizt und giftig, so Bodenmann.