Warum es immer mehr Zwillinge gibt

Gibt es wirklich immer mehr Zwillinge? Amal und George Clooney haben gerade Zwillinge bekommen, Beyoncé ist mit Twins schwanger und auf der Straße sieht man immer mehr Zwillingskinderwägen. Oder? Tatsächlich gibt es immer mehr Zwillingsschwangerschaften. Und das hat konkrete Gründe.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

Zwillinge


© iStock
Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie immer mehr Zwillinge auf der Straße sehen, haben Sie absolut recht! Mehrlingsschwangerschaften kommen immer häufiger vor. Warum? Es gibt zwei Gründe:

1)    Statistisch gesehen werden Frauen immer später schwanger. Viele Frauen beenden ihr Studium, arbeiten eine Weile bis sie in einer sicheren Position sind und beginnen erst dann mit der Familienplanung. Was kaum einer weiß: Je älter die Frau ist, desto größer ist die Chance auf eine natürliche Zwillingsschwangerschaft. Offensichtlich produziert der weibliche Körper ein Hormon, das die Eizellenproduktion anregt. Das hat eine holländische Studie ergeben. Ab 35 Jahren bereitet sich der Körper schon einmal auf die Menopause vor. Nun beginnt quasi der Ausverkauf der verbleibenden Eizellen. Und so produziert gerne einmal nicht nur ein Eierstock pro Zyklus eine reife Eizelle, sondern auch die andere. Normalerweise wechseln sich Eierstöcke monatlich mit der Eizellenanreifung ab.

 Das könnte Sie interessieren: 22 Mal "Ja" zu Zwillingen

Das Leben mit Zwillingen ist anstrengend. Auf jeden Fall! Und doch kann sich Karolin nichts Schöneres vorstellen: Darum ... #insidemom 


2)    Da Frauen immer später eine Schwangerschaft planen, werden etwa 10 Prozent unangenehm überrascht: Die Fruchtbarkeit hat leider rapide abgenommen. Manchmal seitens der Frau, manchmal ist die Spermienqualität des Mannes extrem gesunken. Und so stellt sich keine Schwangerschaft ein. Die letzte Möglichkeit: eine Kinderwunschklinik. Mittels IVF oder ICSI werden Eizelle und Samenzelle künstlich befruchtet und in die Gebärmutter wieder eingesetzt. Um die Chancen einer Schwangerschaft zu erhöhen, gehen die Reproduktionsmediziner auf Nummer sicher und setzen zwei befruchtete Eizellen ein. In einigen Kliniken werden sogar drei Eizellen eingesetzt. Mehr sind jedoch in Deutschland nicht erlaubt. In Deutschland kommen pro Jahr etwa 19.000 durch künstliche Befruchtung entstandene Babys auf die Welt – etwa 6.500 davon sind Zwillinge (Quelle: ivf-Register). Tendenz steigend! Prominente Beispiele: Amal und George Clooney freuen sich über ihre Zwillinge Ella und Alexander und auch Beyoncé hat Zwillinge entbunden. Es stimmt also. In Deutschland und auch weltweit kommen immer mehr zweieiige Zwillinge auf die Welt. Die Geburtenrate eineiiger Zwillinge ist jedoch nahezu konstant - die Teilung der Eizelle ist schlicht und einfach eine Laune der Natur.
Autorenbild Hella Brunke

von Hella Brunke




mehr zum Thema
Babywunsch Künstliche Befruchtung Zyklus
Artikel kommentieren
Login