Wenn die Wehen zu früh einsetzen

Sie haben Ihren errechneten Geburtstermin noch nicht erreicht und trotzdem setzen die Wehen schon ein? Das bedeutet nicht sofort ein gesundheitliches Risiko für das Baby. Jungs kommen häufig etwas früher zur Welt. Lesen Sie hier, was Sie bei vorzeitigen Wehen beachten sollten.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden


 Das könnte Sie interessieren: Wann man in der Schwangerschaft liegen muss

In der Schwangerschaft können Komplikationen auftreten, die einen zum Liegen zwingen. Welche das sind und wie man sich richtig verhält.


Treten bei Ihnen die Wehen vorzeitig auf, muss Sie das nicht zwingend ängstigen. Immerhin neun von zehn Schwangeren kommen deswegen jedes Jahr ins Krankenhaus – und die meisten von Ihnen entbinden letztendlich trotzdem termingerecht.

Von vorzeitigen Wehen spricht man, wenn noch vor dem Ende der 37. SSW heftige Wehen auftreten, die sich auf den Muttermund auswirken. Das heißt, dass die Wehen bewirken, dass der Muttermund sich öffnet beziehungsweise kürzer wird. Aber erste wenn mindestens vier Wehen innerhalb von zehn Minuten oder achte Wehen innerhalb von einer Stunde auftreten, stellen Ärzte die endgültige Diagnose „vorzeitige Wehen“.

Die Ursachen dafür sind ganz unterschiedlich. So setzen die Wehen häufig schon früher ein, wenn Sie einen Jungen erwarten. Andere Ursachen sind etwa großer emotionaler oder körperlicher Stress der Schwangeren, Infekte zum Beispiel der Harnwege oder auch Fieber.

 Das könnte Sie interessieren: Frühgeburt - aber nicht zu früh fürs Leben

In Deutschland ist jedes 9. Baby eine Frühgeburt. Die Überlebenschancen sind gut - leider gibt es aber auch Spätfolgen.


Vertrauen Sie in solchen Fällen der Erfahrung der Ärzte. Sie können am besten einschätzen, ob durch die vorzeitigen Wehen eine Gefahr für das Baby besteht. Treten diese beispielsweiße schon sehr früh auf und ist das Baby noch verhältnismäßig Unreif, können die Ärzte die Geburt medizinisch noch um ein paar Tage hinauszuzögern.

Dafür werden Wehen hemmenden Mitteln sogenannte Tokolyse verwendet. Jeder Tag länger im schützenden Mutterlaib ist für die Gesundheit des Babys entscheidend. Kommt es etwa erst nach der 32. SSW zur Welt, dann geht das Risiko von Folgeschäden nahezu gegen Null.

In jedem Fall gilt: Ruhe bewahren und auf den Körper hören. Nicht jedes Ziehen im Bauch ist eine Wehe. Die Gebärmutter verändert sich während der gesamten Schwangerschaft. Sie wächst und dehnt sich, so dass Sie immer wieder ein unangenehmes Gefühl im Bauch haben können. Übungs- und Senkwehen sind ebenso unbedenklich und wichtig für die Vorbereitung auf die Geburt. Und auch wenn es nach einer alten Bauernregel anhört: Wenn es losgeht, dann spüren Sie das – ganz instinktiv.

> Jetzt mit anderen Schwangeren austauschen: im familie.de Schwangerschafts-Forum!