Wochenfluss: Keine Angst vor der Blutung nach der Geburt!

Keine Angst, die Blutung nach der Geburt ist völlig normal! Der sogenannte Wochenfluss ist ein Zeichen für die gute Wundheilung nach der Geburt. Eines ist jetzt allerdings wichtig: die richtige Hygiene.


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Was ist der Wochenfluss eigentlich?


Wenn das Baby auf der Welt ist und sich mit der Nachgeburt der Mutterkuchen (Plazenta) löst, entsteht eine wunde Fläche an der Gebärmutterwand. In den Wochen nach der Geburt muss diese Fläche, die übrigens mit einem Durchmesser von ungefähr zwölf Zentimetern ganz schön groß ist, langsam wieder heilen. Gewebereste und Wundsekret werden zusammen mit Blut ausgeschieden – hier spricht man vom Wochenfluss oder auch den Lochien. 


© iStock

Nicht erschrecken, starker Wochenfluss ist völlig normal!


Manch frisch gebackene Mama erschrickt über die Menge Blut, die an den ersten zwei, drei Tagen nach der Geburt abgeht. Kein Grund zur Sorge, die Blutung ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber völlig normal. Und ab dem vierten Tag ist sie meist nicht mehr stärker als die normale Monatsblutung. Anfangs ist der Ausfluss dünnflüssig und tiefrot. An den ersten Tagen werden hauptsächlich Blut und Eihautreste ausgeschieden, auch Lanugohaare und Kindspech werden jetzt ausgespült. Erschrecken Sie nicht, wenn der Ausfluss anfangs vielleicht auch "klumpig" ist. Durch das viele Liegen nach der Geburt staut sich das Blut, gerinnt – und wird dann als Klumpen ausgeschieden. Auch das ist ganz normal – und sollte Sie nicht davon abhalten, sich jetzt so viel wie möglich auszuruhen.

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Nach ein paar Tagen verändert sich der Wochenfluss: Er lässt mengenmäßig stark nach und bekommt jetzt eine eher bräunliche Farbe. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass das Blut gerinnt und die Wunde gut verheilt. Nach ungefähr drei Wochen wechselt die Farbe ins gelbliche, bevor der Wochenfluss dann milchig-weiß wird – und nach ungefähr vier bis sechs Wochen ganz versiegt.
Hygiene ist jetzt wichtig!
Tampons sind in der Zeit des Wochenflusses keine gute Idee, sie erhöhen die Gefahr einer Infektion. Optimal sind spezielle Binden, die Sie nach der Geburt im Krankenhaus bekommen. Sie sind aus Baumwolle und wirken auf den ersten Blick beängstigend dick. Aber keine Sorge: Diese dicken Binden benötigen Sie nur in den ersten Tagen nach der Geburt, danach können Sie getrost gewöhnliche Damenbinden und später dann Slipeinlagen verwenden. Am besten kaufen Sie eine Packung "Flockenwindeln" schon in den letzten Wochen vor der Geburt – als Vorrat für die erste Zeit daheim. Die Vorlagen gibt’s in jedem Drogeriemarkt.

Wechseln Sie die Vorlagen anfangs häufig, ungefähr alle drei Stunden.

➤ Vor und nach dem Wechseln der Binden unbedingt immer die Hände waschen.

➤ Verwenden Sie in der Zeit des Wochenflusses keine Duschgels und andere Hygieneprodukte im Intimbereich.

➤ Sanfte Scheidenspülungen mit lauwarmem Wasser sind hilfreich.

➤ Um eine Infektion zu vermeiden, sollten Sie in den ersten Wochen nach der Geburt keine langen Vollbäder nehmen und keinesfalls schwimmen gehen.

Wochenbett: Gut zu wissen
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    Stillen: Kleines Plus für die Wundheilung

    Netter Nebeneffekt, wenn Sie Ihr Baby stillen: Beim Stillen wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Es aktiviert die Gebärmutter, die sich dann stärker zusammenzieht und damit den Wochenfluss anregt. Dadurch wird der Prozess der Wundheilung zusätzlich unterstützt.

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    Wochenfluss auch nach einem Kaiserschnitt

    Auch nach einer Kaiserschnitt-Geburt tritt der Wochenfluss auf. Allerdings ist er dann meist schwächer als nach einer natürlichen Geburt.

  • 3 / 4
    Wochenfluss & Sex

    Wenn Ihnen jetzt schon wieder nach Sex ist, ist das völlig okay. Am besten Sie verwenden aber ein Kondom bis der Wochenfluss völlig vorüber ist, um eine Infektion zu vermeiden.

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    Wochenfluss: Nicht infektiöser als die Monatsblutung

    Lange kursierte das Gerücht, dass der Wochenfluss infektiös sei. Dem ist aber nicht so! Der Wochenfluss enthält im Normalfall nicht mehr Keime als die normale Periodenblutung. Auf eine sorgfältige Hygiene sollten Sie aber nichtsdestotrotz achten.



Wochenfluss: Wann zum Arzt? 
Die allermeisten Keime, die der Wochenfluss enthält, sind nicht krankheitserregend. Infektiös (und dann auch gefährlich) wird der Wochenfluss erst, wenn er eitrig ist und krankheitserregende Keime wie zum Beispiel Staphylokokken oder ß-Streptokokken enthält. Riecht der Monatsfluss plötzlich fischig oder eitrig, kann das ein Hinweis auf eine Infektion, wie zum Beispiel das Kindbettfieber oder Wochenbettfieber, sein. Dann – und wenn hohes Fieber und/oder Unterleibschmerzen auftreten, muss zwingend ein Arzt konsultiert werden.
Auch wenn der Wochenfluss abrupt und vorzeitig aufhört, ist Vorsicht geboten. Hier kann es sich um einen Wochenflussstau handeln. Als Hausmittel helfen sanfte Massagen und ein Sitzbad mit Meer- oder Kochsalz. Sollte der Wochenfluss dann nicht von selbst wieder in Gang kommen und wenn Sie zusätzlich Fieber oder Schmerzen haben, sollten Sie auf jeden Fall aktiv werden und Ihre Hebamme oder den Frauenarzt um Rat fragen.



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