
Kein anderer Sinn entwickelt sich so sehr durch Erfahrung und Übung wie der Sehsinn. Und Eltern können viel dazu beitragen, dass ihr Baby schnell sehen lernt
Schlecht ausgebildeter Sehsinn bei Neugeborenen
Der Sehsinn bei Neugeborenen ist noch alles andere als ausgebildet:
Den Tiefeneindruck, den wir Menschen sehen, weil wir zwei Augen haben, müssen wir im ersten Lebensjahr erlernen, wie übrigens die meisten „Seh-Techniken“.
Aber Eltern können viel tun, damit dem Gehirn ihres Babys diese enorme Leistung gelingt.
In der 28. Schwangerschaftswoche öffnen sich die Augen des Ungeborenen und die Lider beginnen zu schlagen, drei Monate vor der Geburt. Verglichen mit den anderen Sinnesorganen, ist das spät. Und auch draußen in der Welt wird der Sehsinn dem Fühlen oder Hören immer ein wenig hinterhertapsen.
Lise Eliot, Professorin für Neurowissenschaften an der Rosalind Franklin University in Chicago, hat dafür eine Erklärung: „Vielleicht ist gerade die große Bedeutung des Sehens der Grund, weshalb unser Gesichtssinn seine wichtigsten Entwicklungsschritte erst nach der Geburt durchläuft, so dass die Erfahrung die größte Rolle bei der Gestaltung der Sehzentren im Gehirn spielen kann.“

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