
Wenn Sie gut vorbereitet sind, fallen Wehen und Geburt erheblich leichter. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Wehen am besten umgehen
Je nach Geburt laufen die Wehen unterschiedlich ab. Bei schnellen Geburten laufen mehrere Wehenphasen gleichzeitig ab, darum tut es meist auch stärker weh. Dabei ist die Art und Weise, wie Gebärende den Wehenschmerz erleben, tatsächlich zum Teil erblich bedingt. Schließlich werden ja auch der Körperbau und der Hormonspiegel vererbt. Werdenden Müttern sollten sich deshalb innerhalb der Familie umhören, wie die Geburten verliefen.
Außerdem empfehlen Mediziner die Entbindung aktiv vorzubereiten - zum Beispiel durch das Üben von Atemtechniken und die sorgfältige Auswahl der Geburtshelfer. Stimmt die Chemie, verläuft die Geburt meist leichter. Wenn ihnen eine Hebamme unsympathisch ist, warten manche Frauen sogar bis zum Schichtwechsel, bis sie ihr Kind zur Welt bringen.
Auf jeden Fall wichtig ist gutes Atmen: Das Einzige, was eine Frau während der Geburt falsch machen kann, ist, die Luft anzuhalten. Dann sinkt die Sauerstoffversorgung im Blut und auch das Baby spürt Stress, was seine Herztöne verschlechtern kann. Dadurch kann die Gebärende zusätzlich verkrampfen, denn zwischen Angst und Schmerz besteht ein enger Zusammenhang. An dieser Stelle kann gezieltes Atmen den Knoten lösen und die Situation deutlich entschärfen.
Rein biologisch kommt der Wehen-Schmerz in erster Linie durch die Dehnung des Gebärmutterhalses und des angrenzenden Gewebes zustande. Und auch die Bänder schmerzen. Die Gebärmutter kann man sich wie eine Plastiktüte vorstellen, die an den oberen Ecken an Bändern aufgehängt ist. Die Öffnung nach unten ist durch einen Schleimpfropf verschlossen, und wenn die Geburt beginnt, zieht sich die Gebärmutter in regelmäßigen Kontraktionen nach oben zurück. Das sind die Eröffnungswehen, die als menstruationsähnliche Schmerzen beginnen und danach häufig als schmerzhaftes Reißen über den ganzen Bauch empfunden werden.

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