
Schon mit den Milchzähnen beginnt die Vorsorge: Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Milchgebiss Ihres Kindes richtig pflegen und Karies von Anfang an vermeiden.
Zwischen dem sechsten und zehnten Lebensmonat bekommt das Baby in der Regel seinen ersten Milchzahn: Dann brechen bei den meisten Babys schubweise die ersten Milchzähne durch. Zuerst kommen die unteren, mittleren Schneidezähne zum Vorschein, später die oberen, gefolgt von den seitlichen.
Zuletzt bahnen sich die Backen- und Eckzähne ihren Weg hinaus. Mit den ersten Zähnchen kommt nun etwa jeden Monat ein neues hinzu. Zwischen dem 20. und 30. Lebensmonat hat sich das Milchgebiss vervollständigt.
Doch nicht nur wegen des bezaubernden Lächelns haben die neuen Beißer Ihres Kindes jetzt Ihre volle Aufmerksamkeit verdient. Denn mit ihnen beginnt eine sorgfältige Pflege, die ein Leben lang andauert und frühzeitig trainiert werden muss.
„Es ist ein großer Irrtum zu glauben, bei Kleinkindern sei es nicht so wichtig, auf gesunde Zähne zu achten, weil die Milchzähne nach einigen Jahren ja durch die bleibenden Zähne ersetzt werden“, warnt Dr. Brita Petersen von der Zahnärztekammer in Bremen.
Denn: Karies verursacht nicht nur bei den Milchzähnen Schäden, es beeinträchtigt auch erheblich die weitere Entwicklung im Kieferbereich. Im Klartext: Karies im Milchgebiss kann auf die neuen, bleibenden Zähne übergreifen. Ärzte empfehlen deshalb, mit dem ersten Milchzahn auch die Pflege zu beginnen.
Die Angst vor dem Zahnarzt nehmen
Zu einer guten Zahnpflege gehört aber auch die Vorsorgeuntersuchung beim Arzt. „Natürlich müssen Kinder mit ihren ersten Zähnchen eigentlich noch nicht zum Zahnarzt. Trotzdem empfehle ich Eltern, ihr Kind einfach bei ihrem Besuch mitzubringen“, sagt Dr. Wolfgang Grüny.
So können sich Kinder früh an die Atmosphäre einer Zahnarztpraxis gewöhnen und entwickeln erst gar keine Angst davor. Mancherorts gibt es auch speziell ausgebildete Kinderzahnärzte.
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