Rollstuhlfahrerin macht ihre Stadt mit Lego barrierefrei

Lego-Rampen

Rollstuhlfahrerin macht ihre Stadt mit Lego barrierefrei

Wer mit dem Rollstuhl oder dem Kinderwagen unterwegs ist, kennt das Problem: Allein kleine Stufen können den Zugang zu Geschäften oder Cafés erschweren oder gar komplett unmöglich machen. Um das zu ändern, hatte die 62-jährige Rollstuhlfahrerin Rita Ebel nun eine wunderbare Idee: Sie baut Rampen aus Lego.

Seit einem Autounfall vor 25 Jahren sitzt Rita Ebel aus Hanau im Rollstuhl. Seit dem fühlt sie sich im Alltag durch Hindernisse wie Stufen immer wieder stark eingeschränkt. Mit dieser Situation wollte sich die Hanauerin nicht abfinden und nahm das Problem selbst in Hand. Die Lösung: Rampen aus Legosteinen. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie bislang acht Rampen für die Geschäfte ihrer Heimatstadt aus bunten Steinen gebaut und zusammengeklebt. Die Rampen stellt sie kostenlos zur Verfügung.

Doch nicht nur für Menschen im Rollstuhl sind die Rampen eine große Erleichterung. In einem Interview berichtet sie: "Ursprünglich waren die Rampen für Rollstühle gedacht, doch mittlerweile freuen sich auch Menschen mit Rollator oder Kinderwagen darüber. Uns hat sogar ein sehbehinderter Mann angesprochen, der jetzt dank der bunten Steine den Ladeneingang besser sehen kann." Auf ihrem Instagram-Account "die_lego_oma" dokumentiert sie ihr Projekt:

Bis zu tausend Steine verarbeitet Rita für eine Rampe – und ist noch lange nicht fertig mit ihrem Projekt: In ihrer Stadt ist noch viel Bedarf für weitere Rampen. Damit das gelingt, ist sie auf Lego-Spenden angewiesen: Je nach Größe verarbeiten Rita und ihr Mann tausende von Steine an mehreren Tagen – dafür sind sie auf Lego-Spenden angewiesen. Informationen, wie und wo gespendet werden kann, gibt es hier.

Lisa Purrio
Das sagtLisa Purrio:

Mein Fazit

Wir finden das Projekt von Rita Ebel großartig. Es ist immer bewundernswert, wenn Menschen ihre Notsituationen selbst in die Hand nehmen und aktiv werden – und so auch noch vielen anderen Menschen das Leben erleichtern. Wir sind uns sicher: Das Projekt wird sicher (und hoffentlich!) viele Nachahmer in anderen Städten finden.

Bildquelle: Unsplash/Rick Mason

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