Baby und Katze: Das geht!

Millionen von Videos im Internet belegen, dass das Leben mit Baby und Katze funktionieren kann - mit bestimmten Regeln.

Babys angekuschelt an die Katze - da geht doch vielen das Herz auf. Es muss allerdings vorgesorgt werden, dass dies auch eine wirklich gute Beziehung wird. Das fängt schon in der Schwangerschaft an - diese Dinge sind zu beachten.

Familie.de wünscht einen schönen Tag!

Baby und Katze kann funktionieren


Finger weg vom Katzenklo

Viele schwangere Katzenbesitzerinnen haben große Sorgen, dass sie Toxoplasmose bekommen und geben zur Sicherheit ihre Mieze ab. Das muss aber nicht sein. Ja, im Darm der Katze kann der Toxoplasmose-Erreger sein, aber das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass dieser sich im Kot befindene Parasit die werdende Mutter ansteckt und das ungeborene Kind lebensbedrohlich gefährdet. Denn mit einfachen Maßnahmen kann man dieses Risiko umgehen: Fortan müssen andere das Katzenklo saubermachen. Wenn niemand anderes da ist, greift man zu Handschuhen und Mundschutz. Außerdem kann man mit einem Test feststellen, ob man nicht bereits Antikörper gegen die Erreger gesammelt hat. Fest steht jedenfalls - frau hat sich eher durch rohes Fleisch angesteckt, in dem die Toxoplasmose-Erreger ebenfalls zu finden sind, als durch die Katze. Der Stubentiger kann also bleiben!

Geimpft und entwurmt

Es sollte sowieso klar sein, dass die Katzen alle nötigen Impfungen pünktlich bekommen und man sie immer gut entwurmt. So kann erst gar keine Gefahr für die Umwelt entstehen.

Schnuppern ist nötig

Katzen sind nicht gerade dafür bekannt, dass sie Veränderungen lieben. Ein neues Familienmitglied aber ist eine solche große Veränderung, doch man kann sie langsam daran gewöhnen. All die neuen Sachen für das Baby können beschnuppert werden und - für Katzen ein Fest - die leeren Versandkartons dürfen natürlich in Beschlag genommen werden.

Aufmerksamkeit muss bleiben

Die Miezen müssen auch nach wie vor das Gefühl haben, dass sie Teil der Familie sind, wenn das Baby nach Hause kommt. Sie werden begrüßt und man lässt sie den Nachwuchs in aller Ruhe beschnuppern. Jede Katze reagiert anders und als Katzenbesitzer weiß man mit hoher Wahrscheinlichkeit, was man erwarten kann. Auf alle Fälle lässt man die Katze nicht allein mit dem Baby, denn sechs Kilo Katze können ganz schön schwer sein, wenn sie sich auf einem niederlassen und man selbst gerade mal die Hälfte wiegt!

Baby und Katze teilen nicht das Schlafzimmer

Gerade weil die Situation "fetter Kater auf Baby" am Anfang passieren kann, sollte man die Vierbeiner aus dem eigenen Schlafzimmer verbannen, wenn das Neugeborene bei den Eltern schläft. Und ja, das ist schwer und sollte auch schon vor der Geburt passieren. Es werden mit Sicherheit anstrengende Nächte sein, wenn Miezi vor der Tür schreit und kratzt, aber irgendwann wird sie sich daran gewöhnt haben und so hat man es dann später nicht mit schreiendem Baby UND miauender Katze zu tun.

Regeln müssen sein

Jeder muss für sich entscheiden, wo die Katze hin darf und wo nicht. Wie bei allen Erziehungsfragen ist Konsequenz gefragt und so bekommt man auch eine schwer erziehbare Miezekatze dazu, nicht ins Babybett oder auf die Wickelkommode zu hopsen. Außerdem bereitet dies einen schon gut auf die Kindererziehung vor!

Ein guter Staubsauger ist gefragt

Wenn das Kind ins Krabbelalter kommt, muss man noch aufmerksamer sein, denn die Versuchung für das Kleine ist groß, am Schwanz zu ziehen - und da können die Krallen schon mal ausgefahren werden. Deshalb sollte man die beiden auch nie unbeaufsichtigt lassen und dem Baby so früh wie möglich beibringen, wie es mit diesem Fellwesen umzugehen hat. Ein anderes Thema sind die Haare. Der Nachwuchs sollte möglichst nicht ganze Büschel in den Mund stecken, und das Katzenklo sollte eine No-Go-Zone für die lieben Kleinen sein. Gute Staubsauger sind da ein Muss, ebenso ein vermehrtes Putzen. Alles nicht so prickelnd, aber was macht man nicht alles für die Familie!

Hat man die ersten Jahre gut umschifft, steht einem weiteren harmonischen Miteinander nichts mehr im Wege. Zahlreiche Studien beweisen immer wieder, wie gut es Kindern tut, mit Tieren aufzuwachsen. Ihr Immunsystem wird gestärkt und überhaupt ist es nett, einen Fellbruder oder eine Fellschwester zu haben, da ist man nicht so allein. Katzen bereichern das Leben, nicht umsonst gibt es über 13 Millionen von ihnen in deutschen Haushalten, und auch eine Schwangerschaft lässt sich besser überstehen, wenn man ein schnurrendes Wesen auf dem Schoß hat.

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