Funktionale Babybekleidung: Checkliste

Babyausstattung

Funktionale Babybekleidung: Checkliste

Babykleidung ist so niedlich! Und am liebsten würde man doch gleich alles kaufen. Bei Babykleidung solltest du aber vor allem auf Material und Funktionalität der Sachen achten, damit sich dein Baby darin wohl fühlt.

Die richtige Größe

Gerade bei den teureren Markensachen neigen viele Eltern dazu, die Sachen ein, zwei Nummern größer zu kaufen, damit das Baby möglichst lange hinein passt. Davon ist aber abzuraten. Babykleidung muss richtig passen und sollte weder zu groß noch zu klein sein. Zu große Kleidungsstücke können beim Strampeln und Krabbeln stören. Außerdem könnte das Baby mit seinen Händen und Fingern in zu langen Ärmel hängen bleiben, was die Kleinen gar nicht mögen. Liegt die Kleidung nicht ordentlich an, kann das Baby auch schnell frieren. Zu kleine Kleidung kann dagegen auf der zarten Haut scheuern oder drücken und die Bewegungsfreiheit des Kindes einschränken. Welche Größe dein Baby mit welchem Alter braucht, kannst du in der Größentabelle für Babykleidung ablesen.

Funktional und bequem soll es sein

Da die meisten Babys es gar nicht leiden können, wenn man ihnen etwas über den Kopf zieht, bieten sich Wickelbodys und -oberteile zum stressfreien An- und Ausziehen an. Bei Oberteilen, die über den Kopf gezogen werden müssen, sind Druckknöpfe praktisch, die den Halsausschnitt erweitern. Strampler sollten im Windelbereich Druckknöpfe haben, um das Kind einfach wickeln zu können, ohne es ganz ausziehen zu müssen. Auch Halstücher sollten praktisch mit Druckknöpfen zu schließen sein.
Auf dem Rücken der Kleidungsstücke dürfen sich keine Knöpfe oder Reißverschlüsse befinden, die drücken oder scheuern könnten. Auch Etiketten, Nähte und Bündchen sollten nicht scheuern oder kratzen. Accessoires wie Kordeln, Schnüre und Bändchen gehören nicht an Babykleidung! Babys könnten sich damit strangulieren oder Körperteile abschnüren. Ebenso sind Schmuckelemente wie Pailletten, Bommel und andere Kleinteile, die vom Kind verschluckt werden könnten, gefährlich und sollten lieber kein Bestandteil deiner Babykleidung sein.

Atmungsaktives Material für Babykleidung am besten geeignet

Babykleidung muss die Haut atmen lassen und die Wärmeregulierung unterstützen. Am besten eignen sich dafür Naturfasern wie Baumwolle, Wolle und Seide. Wolle und Seide nehmen den Schweiß gut auf, ohne sich feucht anzufühlen, während Baumwolle besonders strapazierfähig und robust ist. Gar nicht für Babykleidung geeignet sind Kunstfaserstoffe, da sie nicht luftdurchlässig genug sind und die Hitze stauen. Im schlimmsten Fall kann es dann zu einem Hitzschlag bekommen.
Babykleidung sollte zudem schadstofffrei sein, da die Babyhaut empfindlich auf Rückstände von Chemikalien und Pestizide reagieren kann. Besonders empfehlenswert sind daher Bio-Materialien. Übrigens: Natur- oder pastellfarbene Kleidungsstücke sind gegenüber Teilen mit kräftiger Farbe weniger chemikalienbelastet, da bei ihnen weniger Farbstoffe zur Einfärbung verwendet werden.
Hat dein Baby Neurodermitis, dann achte außerdem darauf, dass Druckknöpfe nickelfrei sind und nicht direkt auf der Haut liegen.
Babykleidung sollte grundsätzlich bei hohen Temperaturen gewaschen werden dürfen und trocknerbeständig sein.

Tipps zum richtigen Waschen der Babykleidung

Neu gekaufte Babykleidung wäscht man vor dem ersten Tragen bei 60 Grad, um etwaige Chemikalienrückstände und Schmutz zu entfernen. Im Normalfall kannst du beim Waschen von Babykleidung dein normales Waschmittel benutzen. Tenside und Duftstoffe im Waschmittel lösen nur in seltenen Fällen Allergien beim Baby aus. Wenn du ganz sicher gehen willst, dass dein Kleines keine Überempfindlichkeiten entwickelt, dann benutze unparfümierte Sensitiv-Waschmittel.
Verzichten solltest du auf Weichspüler, da diese oftmals Giftstoffe und allergene Duftstoffe enthalten, die über Haut und Atmung in den Körper gelangen können. Wenn du die Kleidung dennoch weichspülen möchtest, dann gib im letzten Spülgang eine Tasse Obstessig hinzu.

Mützen sind für Neugeborene Pflicht

Gerade für Neugeborene sind Mützen auch bei milden Temperaturen Pflicht. Säuglinge verlieren viel Körperwärme über den Kopf und können schnell unterkühlen. Auch bei sommerlicher Wärme und Hitze müssen Babys eine leichte Mütze oder einen Sonnenhut tragen, um einen Sonnenstich zu vermeiden.

Feste Schuhe braucht es noch nicht

Kein Säugling braucht feste Schuhe. Diese können sogar die Fußentwicklung beeinträchtigen. Für Neugeborene eignen sich daher dicke Stricksocken am besten. Später im Krabbelalter reichen flexible Schuhe aus Nappa- oder Rindleder mit rutschfester Sohle. Feste und stabile Schuhe braucht das Kind erst, wenn es laufen kann. Achte beim Schuhkauf darauf, dass das Material dermatologisch getestet und schadstofffrei ist. Die Schuhe sollten keine Kunststoffbeschichtung haben und die verwendeten Farben müssen speichelfest sein.

Tipps fürs richtige Anziehen

Strampler oder Hemd und Hose in den ersten Wochen nach der Geburt? Und warum sollten Babys nach dem Zwiebelschalenprinzip angezogen werden? Hier gibt’s die Antworten und Tipps fürs richtige Ankleiden.

Einteiler oder Einzelteile?

In der ersten Zeit nach der Geburt muss die Nabelschnur noch verheilen und regelmäßig mit Alkohol abgetupft werden. Da bieten sich Kombinationen aus (Wickel-)Hemd und Hose an, da Sie so einfach an den Bauch kommen, ohne das Baby ausziehen zu müssen. Und wenn das Kind nach dem Stillen oder der Flasche spuckt, können die betroffenen einzelnen Teile umgezogen werden, ohne dass das ganze Outfit in die Wäsche muss. Einteiler wie Bodys und Strampler haben dagegen den Vorteil, dass sie nicht verrutschen können. Sie eignen sich am besten, nachdem die Nabelschnur abgeheilt ist. Denken Sie bei Stramplern mit Fußteil daran, dass diese die Babyfüße nicht ausreichend wärmen und zusätzlich Socken übergezogen werden sollten.

Baby darf nicht frieren oder steckenbleiben

Kein Wunder, dass das An- und Ausziehen für die meisten Babys sehr unangenehm ist: an ihnen wird herumhantiert und es wird plötzlich kalt. Eine Wärmelampe über dem Wickeltisch kann das Umziehen ein wenig angenehmer machen. Achten Sie auch darauf, dass Sie die Kleidung des Babys immer Stück für Stück wechseln und ziehen sie es nur zum Baden und für die Babymassage ganz nackt aus.
Um Babys den Kleiderwechsel angenehmer zu machen, sollten Sie außerdem darauf achten, dass es beim Anziehen weder mit dem Kopf im Halsausschnitt noch mit den Händen oder Füßen in Ärmeln oder Hosenbeinen stecken bleibt. Weiten Sie dafür mit einem Zangengriff den Kragen so weit es geht und ziehen Sie das Oberteil behutsam aber zügig über das Köpfchen. Ärmel und Hosenbeine schieben Sie ziehharmonikaähnlich zusammen, fassen hindurch, umfassen die Hand oder den Fuß und ziehen ihn sanft durch die Öffnung. So vermeiden Sie auch, dass kleine Fingerchen und Zehen irgendwo hängen bleiben.

Zwiebelschalenprinzip

Babys sollten immer mit mehreren Lagen bekleidet werden, damit das Outfit schnell und einfach den Temperaturen angepasst werden kann. Dafür eignen sich als erste Lage ein Body oder Unterhemd und Unterhose, darüber eine Strumpfhose und ein T-Shirt. Weitere Einzelteile wie Strampler, Hose, Jäckchen und Strümpfe darüber. Diese Teile können bei Bedarf schnell aus- und wieder angezogen werden. Außerdem lassen sich so bekleckerte Kleidungsstücke einzeln austauschen, ohne dass alles aus- und umgezogen werden muss

Die richtige Babykleidung im Sommer

Ein Baby für den Sommer richtig anzukleiden, ist meist gar nicht so einfach. Es darf weder frieren noch schwitzen, keine Zugluft abbekommen und die empfindliche Babyhaut muss vor UV-Strahlung geschützt werden. Empfehlenswert ist daher leichte Kleidung aus Baumwolle oder Seide mit langen Ärmeln und Beinen. Auch ein dünnes Mützchen oder ein Sonnenhut sind Pflicht bei Sonnenschein.

Die richtige Babykleidung im Winter

Da die körpereigene Wärmeregulierung bei Babys noch nicht funktioniert, müssen sie im Winter besonders warm eingepackt werden. Bewährt hat sich auch hier das Zwiebelschalenprinzip. Außerdem sind eine Wollmütze, die die Ohren bedeckt, und warme Handschuhe ein Muss. Jacken oder Overalls aus Bio-Schurwolle oder Fleece sind kuschelig und halten schön warm. Überprüfen Sie unbedingt regelmäßig die Hauttemperatur Ihres Babys in dessen Nacken um zu sehen, ob es friert oder ob es ihm sogar zu warm ist.

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