Babymassage zum Verwöhnen und Entspannen

Eltern-Kind-Beziehung

Babymassage zum Verwöhnen und Entspannen

Berühren, streicheln, massieren - eine Babymassage sorgt nicht nur für Wohlbefinden beim Baby, sie stärkt auch das Vertrauen und die Eltern-Kind-Beziehung. Und zudem lernst du die Körpersprache deines Babys kennen - und entsprechend darauf zu reagieren.

Berühren, streicheln, massieren - eine Babymassage sorgt nicht nur für Wohlbefinden beim Baby, sie stärkt auch das Vertrauen und die Eltern-Kind-Beziehung; denn du lernst dabei die Körpersprache deines Babys kennen und darauf zu reagieren.

Babymassage – das ganze Wohlfühlprogramm

Nicht jedes Baby ist sofort begeistert, wenn es massiert wird. Einige weinen vielleicht sogar am Anfang der Massage. Das muss aber nicht unbedingt bedeuten, dass es ihnen nicht gefällt. Es ist eben nur neu und ungewohnt. Auf der anderen Seite gibt es Babys, die das Massieren sofort genießen und das auch deutlich zeigen, indem sie dir ihren Bauch richtig entgegen strecken. Es gibt verschiedene Arten von Babymassagen – doch eines ist allen gleich: sie stimulieren das Baby, fördern die Eltern-Kind-Bindung und können sogar bei lästigen Blähungen und Bauchweh helfen.

Tipps vom Experten

Sicher möchtest du es selber auch einmal ausprobieren. Und das ist gar nicht so schwer. Das Wichtigste dabei: Trau dich, dein Kind mit sanftem Druck anzufassen. Falsch machen kannst du kaum etwas. So sagt Bruno Walter, Entwickler der bekannten Harmonischen Babymassage, dass Babys es lieben, fest und sicher berührt zu werden, weil ihnen das ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit gibt. Dagegen kann es ein Baby als unangenehm empfinden und sogar nervös machen, wenn es nur mit den Fingerspitzen gestreichelt wird.

Manches Baby muss sich vielleicht auch erst an die Babymassage gewöhnen. Dann redest du ihm am besten sanft zu und versuchst, es auf die Massage einzustimmen. Wenn das nicht klappt, verschiebe die Babymassage lieber auf den nächsten Tag, rät der Experte. Die Harmonische Babymassage nach Bruno Walter ist im Übrigen keine Therapieform im medizinischen Sinne, sondern vielmehr eine reine Wohlfühlmassage. Dennoch gelingt es oft, häufige Probleme im Säuglingsalter, wie Blähungen oder Einschlafprobleme, positiv zu beeinflussen.

Vorbereitung auf die Babymassage

Entscheidend ist eine entspannte Stimmung. Dazu gehört die entsprechende Umgebung. Gedämpftes Licht und sanfte Musik sorgen für eine ruhige und behagliche Atmosphäre. Sucht euch ein kuscheliges Plätzchen für die Babymassage aus, zum Beispiel auf dem Bett. Ideale Unterlagen sind Lammfelle oder weiche Babydecken aus Naturfasern.

Das Zimmer sollte gut gelüftet sein und die Temperatur mindestens 24 Grad betragen. Bei Neugeborenen ist es ratsam, zusätzlich einen Heizstrahler aufzustellen. Zu den Vorbereitungen gehört auch das richtige Massageöl. Das sollte im besten Fall ein naturbelassenes Öl* sein, das gut in die Haut einzieht. Auf keinen Fall solltest du zu ätherischen Ölen greifen, denn die steigern das Allergierisiko und können dein Baby mit ihrem starken Duft unangenehm reizen.

Was du für eine Babymassage brauchst

Damit sich dein Baby während der Massage entspannen kann, sollten deine Hände angenehm warm sein. Die Aufwärmphase kann übrigens auch dich wunderbar auf das Babymassage-Ritual einstimmen. Angenehm vor der Babymassage ist beispielsweise ein Handbad bei etwa 35 Grad Wassertemperatur. Auch das Aneinanderreiben der Handflächen, gern schon mit einigen Tropfen Öl, sorgt für die perfekte Start-Temperatur.

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Babymassage?

Wenn Du selber angespannt oder unruhig und nervös bist, solltest du nicht massieren, denn deine Gefühle übertragen sich auf dein Kind. Ein ungünstiger Zeitpunkt ist auch direkt nach dem Essen oder wenn dein Kind Fieber hat. Besondere Vorsicht ist auch nach einem Leisten- oder Nabelbruch angesagt, denn dann sollten Brust, Bauch und Becken nicht belastet werden.

Woher kommt die Babymassage?

Kumara Abhyanga wird Babymassage dort genannt, wo sie herkommt: Süd-Indien. Indische Babys werden ab dem ersten Lebenstag massiert. In den ersten Lebenswochen ist es zumeist eine Kurzmassage von rund zehn Minuten. Die Behandlungszeit wird dann wöchentlich gesteigert, bis schließlich die gesamte Massagedauer bei etwa 20 Minuten liegt. Anfang der 1980er Jahre gründete Vimala Schneider McClure in den USA die Internationale Gesellschaft für Babymassage IAIM. Die Gründerin hatte 1973 die Babymassage in einem Waisenheim in Indien kennen gelernt. Aus den indischen und ergänzenden schwedischen Massagegriffen, zusammen mit ihren Kenntnissen aus Yoga und Reflexzonenmassage entwickelte sie ihr Babymassage-Programm. In Deutschland wurde 1995 die Deutsche Gesellschaft für Babymassage (DGBM) ins Leben gerufen. Dort werden auch Fortbildungen veranstaltet und Kursleiter ausgebildet.

Babymassagen: Du kannst nichts falsch machen

Durch die Massagen lernst du dein Kind und seine Bedürfnisse noch sehr viel besser kennen. Deswegen ist es wichtig, dass du während der Massage Augenkontakt mit deinem Baby hältst. In seinem Gesicht kannst du seine Reaktionen und Empfindungen erkennen. Ob du die Übungen genauso machst wie im Video, oder ob du deine eigenen Handgriffe entwickelst, ist dabei nicht entscheidend. Wichtig ist vor allem, dass ihr euch beide dabei wohlfühlt. Inspirationen und Anleitungen für weitere Massage-Techniken findest du in unserem Info-Artikel "Babymassage - 10 praktische Anleitungen".

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