Babys: So wird der Nabel gepflegt

Viele Eltern haben einen Riesenrespekt vor dem Nabel des Neugeborenen und Angst bei der Pflege des Babynabels. Das muss nicht sein.

Der Babynabel ist quasi der Nabel der Welt für frisch gebackene und unerfahrene Eltern. Vor der Geburt war der Nabel an der Plazenta der Mutter angedockt, nach der Geburt wird diese Lebensverbindung zwischen Mama und Kind getrennt. Zurückbleibt ein kleiner Rest, der für ein paar Tage noch abgeklemmt bleibt, damit er nicht mehr blutet. Nachdem die Klemme von der Hebamme entfernt wurde dauert es ein wenig, bis der vertrocknete Nabel abfällt. Da können bis zu zehn Tage vergehen. Manche Babys sind ganz fix, und der Nabelrest fällt schon nach drei Tagen ab; bei anderen dauert es länger, und es können zwei Wochen vergehen. Alles das ist normal.

Nabelpflege beim Baby

Nabelpflege beim Baby.


Aber wie nun diesen Babynabel, um den sich jetzt alles dreht, pflegen?



Die Devise lautet: Trocken halten! Wie man das macht? Eine Anleitung:



Hygiene ist wichtig, also immer Hände waschen, bevor man sich der Pflege widmet


Umgewickelte Kompressen können den Nabelrest austrocknen, die sollte man daher immer wieder wechseln


Alternative Heilung: Man lässt es die Luft machen und die kleinen Racker so oft wie möglich nackt strampeln 


Windelumschlag: Die Wickel unterhalb des Nabels umschlagen, damit Luft an ihn drankommt


Wundsekret, das sich eventuell um den Nabel bildet, kann man mit einem Wattestäbchen reinigen, das getränkt ist mit Kochsalzlösung, Calendula-Tinktur oder Alkohol 


Keine Cremes oder Lotionen auf den Nabel geben. Das Ding soll austrocknen und nicht zusätzlich Feuchtigkeit bekommen.

Baden - ja oder nein?


Da sind die Fachleute inzwischen auch entspannter geworden. Man kann das Baby schon baden, wichtig ist nur, dass man den Nabelbereich richtig gut abtrocknet. Wer ganz auf der sicheren Seite bleiben möchte, wartet, bis der Nabelstumpf abgefallen ist.

In seltenen Fällen kann sich der Nabel entzünden; das sieht man dann, wenn die Haut darum gerötet und der Nabelstumpf eitrig oder blutig ist. Man riecht es auch schnell. In diesem Fall sollte man zum Arzt gehen, der dann ein Antibiotikum verschreibt. Wenn der Nabelstumpf abgefallen ist, kommt es manchmal zum sogenannten Nabelgranulom, das sind bläulich-rote Geschwülste. Auch die kann der Arzt oder die Hebamme schnell entfernen.

Im Normalfall gilt: Solange man die Babymitte trocken hält, kann eigentlich nichts schiefgehen. Außerdem ist man ja nicht allein: Die Hebamme ist diejenige, die immer wieder einen Blick auf den Babynabel wirft und gute Tipps geben kann.

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