Das Baby schwitzt am Kopf beim Schlafen: Cool bleiben!

Das Kind ist normal angezogen, es verhält sich auch normal, die Zimmer sind nicht überheizt, und dennoch ist es am Kopf völlig nassgeschwitzt. Was heißt das - und wann besteht Anlass zur Sorge?


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Es ist völlig verständlich, dass du dir um deinen kleinen Liebling Sorgen machst, wenn etwas nicht normal erscheint. Zum Beispiel, wenn dein Baby morgens oder nach dem Mittagsschlaf wie nass gebadet aufwacht. Der Strampler oder Body ist durchgeschwitzt, die Haare sind klatschnass und sogar das Kissen ist total durchfeuchtet. Stimmt da etwas nicht? Musst du dir Sorgen machen? In der Regel nein, und jeder Kinderarzt wird dir sagen, dass das alles völlig normal ist. Alle Babys schwitzen sehr viel. In den allermeisten Fällen ist extremes Schwitzen nichts Schlimmes. Denn Schwitzen ist auch eine wichtige Körperfunktion, sie schützt den Körper vor Überhitzung. Durch die Schweißperlen kühlt die Hautoberfläche herunter. Beim Säugling ist die Temperaturregulation im Körper noch nicht gut entwickelt, überschüssige Wärme wird hauptsächlich über den Kopf abgeleitet, daher schwitzt das Baby am Kopf besonders stark.

Nicht immer ist das Kind krank, wenn es am Kopf schwitzt


© Getty Images


Warum Babys viel schwitzen, vor allem am Kopf
Babys können an den unterschiedlichsten Stellen schwitzen: an den Händen, den Füßen, in den Hautfältchen. Oder eben am Kopf. Dort und im Nacken stark zu schwitzen ist für Babys daher nicht ungewöhnlich.

Das sind die Gründe, warum Babys vermehrt schwitzen:
• sie können ihren Kreislauf und Wärmehaushalt noch nicht regulieren
• viele Babys und Neugeborene haben eine vermehrte Schweißbildung
• Kinder träumen sehr intensiv und schwitzen dann
• große Kraftanstrengungen wie das Trinken beim Stillen sind schweißtreibend
• sie sind zu warm angezogen
• das Zimmer ist überheizt

Kein Grund zur Sorge besteht in diesen Fällen:
• das Baby verhält sich normal
• es ist fit
• es trinkt normal
• es hat kein Fieber

Sicherheitshalber zum Arzt gehen solltest du bei diesen Anzeichen:
• die Haut ist marmoriert
• die Lippen sind blau
• es atmet schnell und angestrengt
• es hat Atemaussetzer im Schlaf
• es ist unruhig
• es weint
 
Und wenn es doch einen Auslöser gibt – das könnte es sein:
• das Kind hat Fieber
• es kann sein, dass das Baby zu zahnen angfängt
• der Säugling hat einen angeborenen Herzfehler
• das Baby hat eine schwere Lungenerkrankung
• selten kann es auch eine Schilddrüsenüberfunktion sein
Das Baby schwitzt extrem – so kann man ihm helfen
Wenn es keinen Verdacht für eine der Erkrankungen gibt, was der Kinderarzt sicher längst bemerkt hätte, gibt es keinen Grund zur Sorge. Vielmehr ist es so, dass für den kleinen Körper viele Tätigkeiten eben sehr anstrengend sind. Neben dem kräftigen Saugen beim Stillen sind das auch noch die intensiven Träume und damit einhergehend ein Hin- und Herwerfen im Schlaf. Das alles verbraucht viel Energie und kurbelt die Schweißbildung an.
 
Was du tun solltest, wenn das Kleine stark schwitzt:
• umziehen, wenn es durchgeschwitzt ist
• viel trinken lassen
• gut lüften
• dünnere Kleidung, auch beim Schlafen
• möglichst Baumwollwäsche
• im Zwiebellook, für schnelles Aus- und Anziehen
• kein Mützchen in der Wohnung, schon gar nicht beim Stillen
• ein kühles Schlafzimmer

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Also auch wenn dein Baby manchmal schweißgebadet ist und vor allem am Kopf extrem stark schwitzt, solltest du dir deswegen keinen Kopf machen. Denn alle Babys schwitzen sehr viel, und ziemlich sicher ist alles in bester Ordnung.