Das passiert mit Mamas Gehirn, wenn sie ihr Baby umarmt

Umarmungen sind gut. Das weiß jeder. Wie gut sie aber wirklich sind – vor allem, wenn sie vom Baby kommen – beweisen jetzt mehrere Studien.


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Ist das kleine Wunder auf der Welt, möchten frischgebackene Mamas nichts lieber tun als ihren Schatz rund um die Uhr im Arm zu halten, zu knuddeln und zu umarmen. Gut so! Sagt nicht nur der eigene Instinkt, sondern auch die Wissenschaft. Die hat nämlich herausgefunden, dass Mama und Babys gleichermaßen von den Umarmungen profitieren.

Baby Umarmen

Mütter haben es doch schon immer gewusst: Kuscheln macht glücklich!


© iStock

Die magische Wirkung von Umarmungen


Forscher sind überzeugt, dass die Knuddeleinheiten mit dem Baby enorm positive Auswirkungen auf die emotionale Gesundheit von Müttern hat – vor allem direkt nach der Entbindung. Eine Studie, die im American Journal of Maternal/Child Nursing veröffentlicht wurde, hat herausgefunden, dass diese Art von verlängertem Haut-an-Haut-Kontakt – die sogenannte Känguru-Methodepostnatale Depressionen bzw. Stimmungskrisen reduzieren oder sogar verhindern kann.

Außerdem hat die Studie herausgefunden, dass Umarmungen und Kuscheln mit der Känguru-Methode Angstgefühle, die frischgebackene Mütter oft empfinden, reduzieren kann sowie die Bindung zwischen Mutter und Kind stärken kann.

Das ist aber noch nicht alles: Die Entwicklungspsychologin Ann Bigelow vertritt die Meinung, dass Umarmungen auch Einfluss darauf nehmen, wie Eltern ihre Kinder erziehen: Mütter, die ihre Babys häufiger umarmen, „scheinen in der Lage zu sein, sensibler auf die Hinweise ihres Babys zu reagieren und auch die Babys scheinen während der gesamten ersten drei Monate besser auf die Mutter zu reagieren", sagt Bigelow in einem Gespräch mit der Website Motherly. "Sie können ihre Mutter früher erkennen, was die Beziehung zwischen Mutter und Baby erleichtert."
Warum ist das Kuscheln mit dem Baby so magisch?

Mehrere Studien haben bereits bewiesen, dass der Körperkontakt zu anderen Menschen, zum Beispiel in Form von Umarmungen oder Händchen halten, das Kortisollevel im Körper senken kann (siehe z.B. hier). Kortisol ist ein Stresshormon – ist dessen Konzentration in unserem Blut also geringer, fühlen wir uns gelassener und weniger gestresst.

2015 fand eine Studie, die im Magazin Proceedings of the National Academy of Science veröffentlicht wurde, zusätzlich heraus, dass Baby-Umarmungen die Produktion des sogenannten "Kuschelhormons" Oxytocin anregen. Oxytocin kann den Blutdruck und den Kortisolspiegel verringern und so auch die Auswirkung von Stress reduzieren.

Natürlich setzen diese positiven Wirkweisen nicht nur bei Müttern ein. Auch Papas, Omas und Opas sollten den Kleinen eine extra Umarmung schenken. Und: Auch das kleine Wunder selbst profitiert von häufigen Kuscheleinheiten. Regelmäßige Umarmungen und Haut-an-Haut-Kontakt regen die Gehirnentwicklung des Kindes an und stärken sowohl das Immunsystem als auch das spätere Selbstbewusstsein.

Nun also los: Legen Sie eine extra Runde Kuscheln ein! Ihnen und Ihrem Baby kann es nur gut tun.

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von Nicole Metz




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