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Diesen teuflischen Namen gaben britische Eltern tatsächlich ihrem Sohn

Ungewöhnlich

Diesen teuflischen Namen gaben britische Eltern tatsächlich ihrem Sohn

Ein britisches Ehepaar wollte seinem Sohn einen ganz besonderen Namen geben. Doch das Standesamt stellte sich zunächst quer und verbot die Namensgebung aus diesem Grund.

Darum weigert sich das Standesamt ein Baby Lucifer zu nennen

Das Ehepaar Dan und Mandy Sheldon aus dem britischen Derbyshire hat sich für ihren Sohn laut The Sun einen sehr besonderen Namen überlegt. Lucifer sollte der Kleine heißen. Dieser Name ist für viele von uns eher in der biblischen Bedeutung bekannt, denn trägt diesen Beinamen doch der Teufel höchstpersönlich. Viele wissen nicht, dass er auch eine ganz andere Bedeutung hat.

Doch bevor das Kind diesen Namen tragen kann, muss dieser amtlich genehmigt werden. Die britischen Behörden dachten wohl nur an das Wohl des Kindes und warnten die Eltern, dass er mit diesem Namen später Schwierigkeiten haben würde. Daher lehnten sie den Namen Lucifer für ein Baby ab – zu Unrecht.

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Warum Lucifer eine positive Bedeutung hat

Die Eltern des Kleinen kämpften jedoch darum, den Behörden zu verdeutlichen, was der Name bedeutet. Sie führten an, dass er für sie keinerlei religiöse Bedeutung hätte. Nachdem sie dem Standesamt, das für die Vergabe von Namen zuständig ist, verdeutlichen konnten, was er bedeutet, gab dieses nach. Sie entschuldigten sich sogar bei der Familie. Das heißt, das Baby der Sheldons heißt nun Lucifer Sheldon. Die Eltern machten damit den Weg frei für andere Kinder mit diesem ungewöhnlichen Namen.

"Lucifer" stammt ursprünglich aus dem Griechischen und trägt die Bedeutung "Morgenstern" bzw. "Lichtbringer". Der Morgenstern bezeichnet den Planeten Venus in der Mythologie. In der Bibel trägt der Widersacher Gottes, also der Teufel, diesen Beinamen, der auch als "gefallener Engel" bezeichnet wird. Ursprünglich war Lucifer nicht negativ besetzt, sondern erst nach seinem Fall und seiner Verbannung kam ihm die Rolle als Widersacher Gottes zu. Ab da zeigte er den Menschen immer wieder den Unterschied zwischen Gut und Böse auf. Von daher ist der Name an sich überhaupt nicht negativ belegt.

Wenn die Namenswahl ungewöhnlich sein soll

Die Wahl eines Namens obliegt zunächst immer den Eltern, doch die Behörden müssen noch zustimmen. In diesem Fall konnte sich das britische Paar durchsetzen. In Deutschland ist das Standesamt bei der Namensvergabe ähnlich streng und lehnt Namen, die dem Kind später Probleme bereiten könnten, häufig ab. Zu den verbotenen Namen gehört z. B. auch Tarzan, Popo, Satan oder Judas. Für die Namensvergabe gibt es in Deutschland zwar kein Gesetz, aber bestimmte Richtlinien.

Man sollte als Eltern immer überlegen, dass das Kind aus dem Babyalter heraus wächst und diesen Namen sein Leben lang trägt. Daher ist es ratsam, nicht nur nach Bedeutung oder Klang zu entscheiden, sondern auch einen Namen zu wählen, der nicht unbedingt direkt eine Steilvorlage für Hänseleien bietet.

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Katja Nauck
Das sagtKatja Nauck:

Mein Fazit

Ich persönlich würde mein Kind nicht nach einer mythologischen oder biblischen Figur nennen. Doch das ist sicherlich Geschmackssache und obliegt den Eltern des Kindes. Manchmal hat man jedoch das Gefühl, dass manche Eltern nicht unbedingt an die Zukunft des Kindes denken, sondern eher an die persönliche Profilierung mit einem außergewöhnlichen Namen. Auch wenn ein Name etwas Positives bedeutet, kann das später problematisch werden, wenn die meisten Menschen damit etwas ganz Bestimmtes assoziieren.

Bildquelle: Getty Images/fotostorm

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