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Erste Mutter mit Corona gebärt Baby – So geht es ihm

Erste Mutter mit Corona gebärt Baby – So geht es ihm

Ohne Komplikationen

Aktuell ist es für Schwangere keine leichte Situation zu gebären. Vor allem werdende Mütter mit einer Corona-Virus-Infektion sorgen sich um ihren Nachwuchs. Nun wurde in Mannheim das erste Baby einer mit dem Virus infizierten Mama geboren.

Geburt unter besonderen Schutzmaßnahmen

Am Abend des 30. März wurde im Universitätsklinikum Mannheim das erste Baby geboren dessen Mutter nachweislich mit Corona infiziert ist. Die Geburt verlief laut Barbara Filsinger, der Leiterin des Mutter-Kind-Zentrums am Uniklinikum Mannheim, vollkommen normal und ohne Komplikationen. Es wurde für diese Situation extra ein Kreißsaal reserviert, in dem Frauen mit dem Corona-Virus entbinden dürfen. Alle Ärzte, Hebammen und Geburtshelfer dort sind mit besonderem Schutz ausgestattet.

„Wir haben vorausschauend einen kompletten Kreißsaal speziell für Frauen reserviert, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind. Dort tragen alle Hebammen und Ärzte Schutzkittel, FFP-2-Masken und Schutzbrillen“

Dr. med. Barbara Filsinger, Leiterin des Mutter-Kind-Zentrums am UMM

Ist das Baby gesund?

Details zur Geburt und zum Baby möchte die Familie des Babys nicht veröffentlichen, um die Familie in diesem privaten und intimen Moment nicht zu stören. Es ist jedoch bekannt, dass es sich um einen Jungen handelt. Das Baby wird gestillt und die Mutter trägt als Vorsichtsmaßnahme einen Mundschutz. Sie befindet sich mit ihrem Neugeborenen auf der Isolierstation. Derzeit ist noch unklar, ob es sich ebenfalls mit dem Virus infiziert hat. Die Ergebnisse eines Tests liegen noch nicht vor. Bisher gibt es zu wenige Fälle von Müttern mit Corona, die ein Baby gebären. Es ist allerdings nicht bekannt, dass Neugeborene und Kleinkinder bisher stark von der Krankheit betroffen waren.

Gebären in Zeiten des Corona-Virus

Das Uniklinikum Mannheim hat sich bereits wie viele andere Kliniken auf Corona-Patientinnen so gut es geht vorbereitet. Die Gebärenden werden von speziell geschulten Teams auf einer getrennten Station betreut und mit ihrem Baby untergebracht, sodass andere Patienten nicht mit ihnen in Kontakt kommen. Laut Website des UMM gilt im ganzen Klinikum ein strenges Besuchsverbot.

Ob eine Begleitperson dann tatsächlich in den Kreißsaaldarf bzw. auf die Wochenstation hängt von der Klinikleitung ab. Hier gibt es keine generelle Regelung. Viele Kliniken halten sich an die Erlaubnis der WHO den werdenden Vater oder eine andere Begleitperson bei der Geburt zuzulassen. Manche Krankenhäuser sind da strenger. Jede baldige Gebärende sollte sich also bei ihrer Hebamme Rat holen und ihre Geburtsstation kontaktieren, auf der sie sich zur Geburt angemeldet hat. Da es noch nicht absehbar ist, wie die Infektionssituation sich weiter entwickelt, kann es auch kurzfristig noch zu Änderungen in den Besuchsrichtlinien kommen. Doch alle Geburtshelferinnen sind immer bemüht, die Frau so gut es geht zu unterstützen und auch die so wichtige Begleitperson bei der Geburt zu erlauben.

Keine leichte Situation

Eine hochschwangere Frau hat es aktuell nicht leicht, da die Situation sehr verunsichernd ist. Durch das Virus werden viele Geburtsvorbereitungskurse nicht stattfinden können und man weiß nicht, ob der Partner oder die gewünschte Begleitperson auch bei der Geburt dabei sein darf. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schlimm dies emotional sein muss, wo man sowieso schon viele Ängste hegt, die eine bevorstehende Geburt betreffen. Ich wünsche allen Hochschwangeren alles Gute und eine vertrauensvolle Hebamme, die sich um sie kümmert. Hoffen wir, das erste Corona-Baby wurde nicht mit dem Virus geboren bzw. ist vielleicht bereits dagegen immun. Das wäre eine tolle Nachricht!

Bildquelle: Getty Images/Courtney Hale

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