Gender Reveal Party: Mädchen oder Junge?

Erst Babyshower und nun die Gender Reveal Party - immer mehr machen es den Amerikanern nach und inszenieren ihr Kind, bevor es überhaupt da ist.


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Max oder Maria? Das ist die große Frage. Alle werdenden Eltern müssen immer wieder darauf eine Antwort haben, denn Familie, Freunde und Kollegen - und auch wildfremde Menschen im Bus wollen wissen, ob ein Mädchen oder Junge im Bauch der Mutter wächst. In den USA hat man aus der Antwort eine ganz neue Kultur geschaffen - die sogenannte Gender Reveal Party, eine Feier, bei der das Geschlecht des Babys mitgeteilt wird. Und auch in Deutschland sieht man immer mehr Fotos in den sozialen Medien, die der Welt mitteilen, dass es eine Maria oder ein Max wird.

Gender Reveal Party

Gender Reveal Partys erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.


© Getty Images


Was ist also dieser amerikanische Kult? Zunächst war es so, dass die Eltern ihre Lieben um sich versammelten und dann aus dem Hut das Geschlecht ihres Kindes zauberten. Dann verfeinerte man das Konzept. Was, wenn die Eltern es auch erst bei diesem Zusammentreffen erfahren würden - die Gender Reveal Party war geboren. Hierbei lassen sich die Eltern von dem Arzt oder Ärztin das Geschlecht auf einem Zettel schreiben und diese wichtige Information reichten sie dann an eine Person ihres Vertrauens weiter. Diese Person darf sich nun den Kopf zerbrechen, auf welch spektakuläre Weise die wichtige Nachricht bei der Party verbreiten wird. Einige  stellen wir nun vor.

Gender Reveal - Verschiedene Party-Ideen


    •    Sag es mit einem Ballon: Dazu werden entweder blaue oder pinkfarbene Ballons* in einen passenden Karton gesteckt und beim großen Moment wird die Box geöffnet. Eigentlich ist es egal, worin man die Ballons versteckt, das kann auch der Kofferraum sein - Hauptsache, man sieht sie nicht vorher.

Gender Reveal Party

Das Geheimnis befindet sich in der Box.


© Getty Images


    •    Sag es mit Konfetti: Hier füllt man eine Konfettibombe in der Farbe Blau* oder Pink* und lässt sie dann über die Gäste regnen. Das ist sehr effektvoll und macht Spaß. Weniger Spaß macht es dann aber, den ganzen Konfetti wieder aus den Sofaritzen zu klauben. Auch hier ist vielleicht die Draußen-Variante angesagt, wo man es besser wieder zusammenfegen kann.

    •    Sag es mit Rauch: Die katholische Kirche hat es mit der Papstverkündung vorgemacht: Man kauft eine Rauchbombe in der entsprechende Farbe und lässt dann den Rauch aufsteigen, aber bitte draußen und außer Reichweite der Gäste, die schließlich nicht eingenebelt werden wollen

    •    Sag es mit Licht: Mittlerweile gibt es so viele Mood-Lichter, die man so einstellen kann, dass sie auf Pink oder Blau stehen bleiben oder man strahlt eine weiße Hauswand mit dem Projektor in den entsprechenden Farben an. Wer es extravaganter mag und das nötige Kleingeld hat, kann natürlich auch hiesige Sehenswürdigkeiten im entsprechenden Licht erstrahlen lassen…

    •    Sag es mit Kuchen: Einfach gemacht und die Gäste haben auch was davon. Es gibt unzählige Rezepte, aber der Grundgedanke bleibt gleich: Beim Anschneiden sollte man wissen, welches Geschlecht der Nachwuchs hat, da kann der Kuchenteig mit Lebensmittelfarbe verändert worden sein oder es kullern dann blaue oder pinkfarbene Smarties heraus.

Gender Reveal Party

Ein Kuchen mit spannendem Innenleben.


© Getty Images



    •    Sag es mit einer (alkoholfreien) Cocktailparty: Nett für die Gäste, nicht so schön für die werdende Mama, die sich bekanntlich zurückhalten muss, aber man kann seinen Lieben mit den verschiedenen Cocktails zeigen, ob es ein Junge oder Mädchen wird - bei der männlichen Variante bleibt eigentlich nur Curacao während bei der weiblichen Variante diverse Pfirsich- oder Grapefruit-Varianten zur Verfügung stehen. Und es finden sich sicherlich noch alkoholfreie Varianten.


    •    Sag es mit T-Shirt: Sehr schön, wenn es schon Geschwister gibt - da können diese mit einem T-Shirt der Welt erzählen, ob sie eine Schwester oder einen Bruder bekommen.

   •    Sag es mit Luke Skywalker oder Harry Potter: Es gibt natürlich noch kreativere Möglichkeiten - sind die Eltern Star-Wars-Fans könnten Lichtschwerter* in den entsprechenden Farben das Signal geben, ob es eine zukünftige Rey oder ein Luke wird. Potter-Fans können den sprechenden Hut hervorzaubern und das Geschlecht enthüllen.

    •    Sag es nicht mit Blau oder Pink: Aber muss man es überhaupt mit diesen Farben sagen? Eltern, die das Konzept von Mädchen in Pink und Jungen in Blau für überholt halten, haben andere Methoden für die Gender Reveal Party entwickelt. Denn Regenbogenfarben können viel schöner sein. Oder man sucht sich andere Entscheidungen aus: Ist Mama Borussia-Mönchengladbach-Fan und Papa Borussia-Dortmund-Fan könnte man auch einen entsprechenden Schal benutzen. Hund oder Katze, Sonne oder Mond - der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

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So oder so wird schon viel in das ungeborene Kind hineininterpretiert. In Zeiten, wo immer mehr Teenager gar nicht ihr eigenes Geschlecht definieren und es lieber fließend haben wollen, erscheinen diese Gender Reveal Partys ein wenig überholt. Auf der anderen Seite kann man aber auch verstehen, wie aufregend es ist, ein neues Familienmitglied zu bekommen und alle daran teilhaben zu lassen. Wie bei allen Sachen gibt es Dinge, die dafür- und dagegensprechen. Dafür sprechen die Videos, auf denen die unbändige Freude der Eltern zu spüren ist, dagegen, wenn es ganz offensichtlich eine Enttäuschung ist. Jedes Elternpaar sollte selbst entscheiden, ob sie überhaupt wissen wollen, welches Geschlecht ihr Kind haben wird und wenn ja, ob sie dies mit einer großen Gender Reveal Party feiern wollen.
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