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Neugeborenenakne – oder doch nicht?

Neugeborenenakne – oder doch nicht?

Oh ein Pickel

Das eigene Neugeborene ist für Eltern immer das schönste Baby der Welt. Immer. Aber diese fiesen Pickelchen da, sind uns natürlich auch aufgefallen (sogar schon vor dem Kommentar der Schwiegeroma, was das Kind denn da für "komische" Pickel im Gesicht hätte). Tatsächlich kommt es gar nicht so selten vor, dass auch das niedlichste Baby das ein oder andere Pustelchen im Gesicht bekommt. Das nennt sich Neugeborenenakne - was für eine fieser Name - und nichts Schlimmes. Und die Pickel verschwinden auch wieder. Wir verraten, wie und wann.

Wenn du deine Hebamme oder deine Kinderärztin nach den Pickelchen im Gesicht deines Babys fragst, wird die Antwort sicher "Neugeborenenakne" oder "Babyakne" lauten. Und das trifft auch meistens zu. Es gibt aber noch eine weitere Krankheitsform mit ähnlichem Erscheinungsbild, die sogenannte Säuglingsakne, bzw. Kleinkindakne. Man könnte bei den ähnlichen Namen meinen, das wäre das gleich, ist es aber nicht.

Neugeborenenakne oder Säuglingsakne: Was ist der Unterschied?

Auch wenn die Pickelchen im Gesicht sehr ähnlich aussehen, zwischen Neugeborenen- und Säuglingsakne sollte unbedingt unterschieden werden. Frag deshalb bei Pickelchen im Gesicht deines Babys, immer bei Kinderarzt oder deiner Kinderärztin nach, um welche Hautirritation es sich in eurem Fall genau handelt. Denn Neugeborenenakne und Säuglingsakne unterscheiden sich in der Entstehung, Dauer und Behandlung.

Das ist bei Neugeborenenakne und Säuglingsakne gleich

  • Pusteln im Gesicht
  • Es sind die Wangen betroffen
  • Stirn und Kinn weisen nur selten Pickel auf

Auch wenn sich beide Akneformen sehr ähnlich sind: Beide haben unterschiedliche Ursachen. Eine Neugeborenenakne bekommt etwa jeder fünfte Säugling; sehr viel häufiger als Mädchen sind Jungen davon betroffen. Das Krankheitsbild kann entweder schon vor der Geburt bestehen, oder es entwickelt sich in den ersten Lebenswochen. Bei der deutlich aggressiveren Säuglingsakne gehen Mediziner davon aus, dass sie angeboren ist und durch eine erbliche Veranlagung ausgelöst wird, also wenn bereits Familienmitglieder unter Akne leiden.

Unterschiede zwischen Neugeborenenakne und Säuglingsakne

Neugeborenenakne – so zeigt sie sich:

  1. Die tritt in den allerersten Lebenswochen des Neugeborenen auf.
  2. Die Pusteln jucken nicht.
  3. Sie heilen von selber nach einigen Wochen wieder ab.
  4. Es bleiben keine Narben zurück.
  5. Die Neugeborenenakne muss nicht behandelt werden

Säuglingsakne – daran ist sie zu erkennen:

  1. Sie zeigt sich erst zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat.
  2. Sie bleibt viel länger als die Neugeborenenakne.
  3. Die Haut kann an den befallenen Stellen sehr stark jucken.
  4. Die Pusteln haben häufig gelbliche Knötchen in der Mitte.
  5. Beim Abheilen bleiben zumeist Narben zurück.
  6. Oft ist in der Pubertät mit weiteren, stärkeren Akne-Schüben zu rechnen.

Juckreiz bei Säuglingsakne – was ist zu tun?

Da dein Kind bei der Säuglingsakne unter starkem Juckreiz leidet, solltest du vor allem verhindern, dass es an den betroffenen Hautstellen kratzt oder diese weiter gereizt werden, denn Akne wird durch Hautreizungen noch weiter verstärkt.

Was Du dagegen tun kannst:

  • Baumwollhandschuhe hindern dein Kind am Kratzen.
  • Saubere Tücher auf dem Kopfkissen sollen die Haut im Gesicht trocken halten.
  • Tabakrauch vermeiden; er kann die Hautreizungen verstärken.
  • Keine fettenden Cremes benutzen.
  • Ein mildes Hautreinigungsmittel verwenden.

Mehr aber solltest du nicht unternehmen, vor allem auf keinen Fall mit irgendwelchen Salben oder Mittelchen selber "herumdoktern". Wenn du vermutest, dass dein Kind unter der aggressiveren Säuglingsakne leiden könnte - hole unbedingt ärztlichen Rat ein - vor allem in diesen Fällen:

  • Die Akne tritt nicht nur im Gesicht, sondern über den ganzen Körper verteilt auf.
  • Es bildet sich Eiter.
  • Es erscheinen Bläschen.

Wahrscheinlich werden deinem Kind dann entzündungshemmende Mittel oder Salben verschrieben oder auch Antibiotika, damit sich die Krankheit nicht verstärkt oder sogar verfestigt, und damit möglichst keine unschönen Narben zurückbleiben. Die Neugeborenenakne muss im Gegensatz dazu glücklicherweise ja nicht behandelt werden, denn sie heilt nach kurzer Zeit von selber wieder ab.

Bildquelle: Getty Images

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