Tiere in der Schwangerschaft

Nicht selten werden Tiere während der Schwangerschaft weggegeben - einzig und allein aus Angst vor einer Allergie. Dabei sind Haustiere in der Schwangerschaft und mit Baby kein Problem, wenn man es vernünftig angeht.


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Tiere in der Familie

Foto: Thinkstock


"Solange keine Allergie vorliegt, muss man Haustiere nicht abschaffen, wenn sich ein Baby ankündigt", davon ist der Kinderarzt Dr. Kappe überzeugt. Wichtig ist, dass man auf Hygiene achtet:

● Während der Schwangerschaft und durch die gesamten Kinderjahre sollten Tiere regelmäßig beim Tierarzt vorgestellt, geimpft, entwurmt und gegebenenfalls von Parasiten befreit werden.

● Nach dem Füttern und Streicheln regelmäßig Hände waschen, sich nicht abschlecken lassen oder die Tiere küssen.

● Über das Katzenklo können in seltenen Fällen Toxoplasmose-Erreger übertragen werden, die das Ungeborene gefährden. Die Schwangere sollte den Kot also nicht sebst entsorgen. Wenn das nicht geht: Gummihandschuhe überziehen! Mit einem Test (etwa 25 Euro) beim Frauenarzt lässt sich feststellen, ob die Schwangere bereits Antikörper gebildet hat.

● Hamster, Mäuse oder Meerschweinchen können in Ausnahmefällen das LCM-Virus übertragen. Um eine Gefährdung des Ungeborenen völlig auszuschließen, raten einige Experten, solche Tiere während der Schwangerschaft vorübergehend abzugeben.

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Wann sollte man sich besser kein Tier anschaffen?

Eltern, die unter einer Allergie leiden, geben diese Disposition meist an ihr Kind weiter. Bei einem allergischen Elternteil hat das Kind ein Risiko von 20 bis 40 Prozent zu erkranken, sind beide Elternteile Allergiker, steigt es auf 50 bis 60 Prozent. In diesen Fällen sollte man sich rechtzeitig ärztlich beraten lassen und sich eventuell sogar vom Tier trennen, um dem Ausbruch einer Allergie beim Kind vorzubeugen. Auf eine Anschaffung sollte man auf jeden Fall verzichten. Gibt es keine Vorbelastung, scheint es so zu sein, dass Kinder, die mit Tieren aufwachsen, sogar besser gegen Allergien geschützt sind. Die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Erregern stärkt dann laut mehrerer Studien ihr Immunsystem.

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