Was spricht für, und was gegen Baby-led Weaning?

Essen ist Genuss - und schon Babys sind kleine Genießer! Deshalb macht ihnen das selbstgesteuerte Essen auch so viel Spaß. Hier erfährst du mehr über die Vor- und Nachteile von Baby-led Weaning.

Was spricht für Baby-led Weaning?

Babys lieben es, Dinge selbst zu entdecken. Und sie lieben es, genau das zu machen, was die Großen am Tisch auch tun. Beim Füttern mit dem Löffel ist aber Mama der Chef. Sie bestimmt, wann das nächste Löffelchen auf den kleinen Mund zugeflogen kommt. Und wenn die Hälfte wieder rauskommt, schaut sie manchmal leicht säuerlich. Außerdem ist Anfassen leider nicht erlaubt. Dazu kommt: Die Erwachsenen essen ganz andere, viel spannendere Dinge. Für Babys ist es eine tolle sinnliche Erfahrung, zu lernen, wie unterschiedlich sich Nahrung im Mund anfühlt.
Übrigens: Bis etwa zum ersten Geburtstag probieren Kinder nahezu alles, erst im zweiten Lebensjahr werden sie langsam wählerisch. Eine gute Chance also, dein Kind im ersten Lebensjahr interessante, wohlschmeckende und gesunde Nahrungsmittel kennenlernen zu lassen!

Was spricht gegen Baby-led Weaning?

Wenn Babys vom sechsten Monat an als kleine Selber-groß-Esser mit am Familientisch sitzen, ist eines sicher: Ordentlich und gesittet geht es dabei nicht zu. Und: Anfangs wird viel Nahrung nur probiert und angematsch, aber nicht gegessen – und muss nach der Fingerfood-Party oft weggeschmissen werden.

Unsere Meinung

Baby-led Weaning ist eine Alternative zum traditionellen Beikoststart. Beide Wege sind eine Möglichkeit, das Baby langsam an feste Nahrung zu gewöhnen. Keine ist besser, keine ist schlechter. Das heißt: Du kannst wählen. Oder beide Arten der Beikosteinführung kombinieren. Ganz wie du und dein Baby das mögt.

Für weitere Informationen:

Informationen, Erfahrungsberichte, Rezepte: www.baby-led-weaning.de

Baby-led Weaning. Das Grundlagenbuch. Von Gill Rapley und Tracey Murkett. Erschienen bei Kösel. Preis: 19,99 Euro