Wunden Po vorbeugen – wie geht’s?

Ein wunder Babypo ist für das Kleine und dessen Eltern wahrlich kein Vergnügen. Für den Nachwuchs kann ein wunder Po sehr schmerzhaft sein, und Mama und Papa wissen gar nicht so recht, wie sie ihrem Baby die Schmerzen nehmen können. Damit es nicht so weit kommt, geben wir Ihnen Tipps, wie Sie einem wunden Po beim Baby vorbeugen können.


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Gründe und Ursachen für einen wunden Po beim Baby



So beugen Sie einen wunden Po vor


© iStock
Fast alle Babys leiden in den ersten Jahren – während der Wickelphase – unter einem wunden Po (Windeldermatitis). Besonders häufig tritt der Wundausschlag in den ersten Lebensmonaten auf. Auch etwas später, wenn die ersten Zähne kommen, kann es öfter zu einem wunden Po kommen, da die zarte Babyhaut während des Zahnens besonders anfällig für Hautausschläge ist.

Die Gründe für den wunden Po sind vielfältig. Meist ist es eine Mischung aus reizenden Stoffen wie Urin und Stuhl in Kombination mit einem feucht-warmen Klima, die die empfindliche Babyhaut reizt. Andere Ursachen können aber auch Allergien gegen Feuchttücher oder bestimmte Stoffe sein. Auch wenn die Windel nicht oft genug gewechselt wird, kann das auf Dauer die Haut des Kindes angreifen und zu einem wunden Po führen. Zur Info: Windeldermatitis ist die geläufige Bezeichnung für einen wunden Po beim Baby – egal, ob nur leicht gerötet oder schon wund.
Wunder Po: Vorbeugen durch Frischluft und häufiges Windelwechseln

➤ Um einem wunden Po beim Baby vorzubeugen, ist frische Luft Ihr bestes Hilfsmittel: Lassen Sie Ihren Nachwuchs so oft es geht ohne Windel und mit nacktem Po strampeln. Frischluft und Licht halten den Babypo trocken und heil – denn Feuchtigkeit ist der größte Feind einer empfindlichen Babyhaut.

Tipp: Lassen Sie Ihr Baby bei jedem Wickeln zehn bis fünfzehn Minuten die (Windel-)Freiheit genießen. Aber nicht vergessen: Ihr Nachwuchs mag es warm, also entweder einen warmen Raum auswählen oder eine Wärmelampe nutzen.

➤ Apropos Wickeln: Sie sollten Ihrem Kleinen regelmäßig die Windeln wechseln. Mindestens vier- bis sechsmal am Tag. Ist Ihr Baby jünger, dann noch häufiger. Und auf jeden Fall immer gleich nach dem Stuhlgang wickeln. Stellen Sie außerdem sicher, dass der Popo des Kindes ganz trocken ist (auf die Hautfalten achten!), bevor Sie ihm eine neue Windel anziehen.

Tipp: Sie können auch einen Fön benutzen, um die Haut des Babys zu trocknen. Seien Sie aber vorsichtig, legen Sie Ihr Kind am besten auf den Rücken, halten Sie genug Abstand und benutzen Sie die niedrigste Temperatur.

➤ Hebammen empfehlen bei besonders empfindlicher oder bereits angegriffener Haut einen Wickelrhythmus von ungefähr drei Stunden. Statt Feucht- oder Öltüchern reichen meist Einwegwaschlappen oder Baumwohltücher mit lauwarmen Wasser, um den Babypo zu säubern.

Tipp
: Sie können den Po Ihres Babys auch vorsichtig mit fließendem Wasser abbrausen, das ist besonders schonend. Dafür das Kleine einfach mit nacktem Po über das Waschbecken oder die Badewanne halten. Auch Mandelöl eignet sich gut, um den Babypo schonend zu reinigen. Sogar Olivenöl kann zur Beseitigung von Urin und Feuchtigkeit benutzt werden und reizt die zarte Babyhaut dabei weniger als handelsübliche Reinigungstücher. Benutzen Sie Pflegeprodukte für Ihr Kind, dann achten Sie unbedingt darauf, dass diese dermatologisch getestet und ohne Zusätze speziell für Babyhaut gemacht sind. Tragen Sie Cremes auch nicht zu dick auf, damit die Haut darunter noch atmen kann.

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➤ Ob Stoffwindeln oder Wegwerfwindeln besser sind, um einem wunden Po vorzubeugen, lässt sich nicht sagen. Mittlerweile sind Einmalwindeln fast genauso luftdurchlässig wie Stoffwindeln und können noch dazu Flüssigkeiten besser absorbieren. Hier sollten Sie ausprobieren, was (und welche Marke) für Ihr Baby am besten passt.

Tipp: Verwenden Sie Stoffwindeln, ist eine Überwindel aus unbehandelter Schafswolle (sogenannte Heilwolle) ein weit verbreiteter Ratschlag, denn die Heilwolle reizt die zarte Haut nicht zu sehr und soll zudem hautpflegend, wärmend und entzündungshemmend wirken. Alternativ können Sie auch ein etwa handtellergroßes Stück Heilwolle in eine Windel legen. Verwenden Sie Heilwolle, sollten Sie zusätzlich keine Salbe oder Creme verwenden, damit die Wolle direkten Hautkontakt hat.

Tipp Nummer 2: Bei Stoffwindeln spielt die Reinigung ebenfalls eine wichtige Rolle. Manchmal reagiert die Babyhaut auch auf das verwendete Waschmittel. Noch wichtig: Verwenden Sie keinen Weichspüler, da dieser nicht nur die Haut reizen kann, sondern auch den Windeln die Saugkraft nimmt.
Das Baby hat einen wunden Po: Ernährung und Stillen spielen eine Rolle

Auch die Ernährung spielt bei der Entstehung eines wunden Pos bzw. dessen Verhindern eine entscheidende Rolle. Das betrifft nicht nur die Lebensmittel, die das Baby zu sich nimmt, sondern auch die der Mutter, wenn diese stillt. Saures Obst, Kuhmilch, Schokolade und Nüsse lassen den Stuhlgang und Urin säuerlicher werden. So wird die Babyhaut stärker angegriffen. Dabei ist es egal, ob das Baby die Nahrung direkt oder über die Muttermilch aufnimmt.

Tipp: Greifen Sie für sich und/oder Ihr Baby auf gekochtes Obst, milde Obstsorten und gegartes Gemüse zurück. Fruchtsäfte sollten Sie und Ihr Nachwuchs dagegen eher vermeiden.
Wunder Po beim Baby – Wann sollten Sie zum Arzt?

Wie Sie Ihrem Baby bei einem wunden Po konkret helfen können, haben wir hier für Sie zusammengefasst:

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Helfen die Hausmittel allerdings nicht und verschwindet die Rötung trotz Salben nach zwei bis drei Tagen nicht oder verschlimmert sie sich sogar, dann sollten Sie einen Haut- oder Kinderarzt aufsuchen. Auch, wenn Ihr Kind Fieber hat, sehr unruhig ist oder sich sein Stuhl verändert, ist ein Termin beim Arzt angebracht.

Rötliche und/oder eitrige Pusteln können auf einen Infekt deuten; bei weißen Pusteln könnte ein Hefepilz die Ursache sein. Gelbliche Pusteln deuten dagegen eher auf Bakterien als Übeltäter hin. In all diesen Fällen sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um die Ursachen des wunden Pos abklären zu lassen. Nur so kann eine passende Behandlungsmethode, z.B. eine Salbe aus der Apotheke, gefunden werden.

von Nicole Metz




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