Kerzen selbst gestalten: Anleitung für Techniken mit Wachsplatten

Ob für die Taufe, Konfirmation oder zur Deko: Aus Kerzen lassen sich echte Kunstwerke basteln. Wachsplatten sind die gängigste Form, eine einfache Kerze zu verschönern, doch diese Techniken kennen Sie bestimmt noch nicht alle! Lassen Sie sich inspirieren und machen Sie die nächste Kerze zu etwas ganz Besonderem!

Grundausstattung

• Stumpenkerze: je nach Anlass besonders dick oder eher schlank. Je größer die Fläche, desto besser lassen sich die Motive darauf verwirklichen. Überlegen Sie sich, wie Sie die Kerze verzieren möchten und wählen Sie danach die Kerzenform. In Fachgeschäften gibt es auch ausgefallene Formen wir Herzkerzen, Kugeln u.ä.
Tipp: Altarkerzen sind etwas teurer, brennen aber sehr lang und so haben Sie länger Freude an Ihrer Kerze!
• Messer: Wenn Sie mit Kindern basteln, wählen Sie ein stumpfes Buttermesser. Da das Wachs weich ist, braucht es keine scharfe Klinge.
• Arbeitsbrett: Achten Sie darauf, dass Ihre Arbeitsunterlage glatt ist und sich das Wachs leicht ablösen lässt. Gut eignen sich Plastikbretter oder –unterlagen.
• Wachsblätter: Gibt es in allen Farben, mit Mustern, glitzernd oder glänzend.
• Ggf. Acrylfarbe: Mit Acrylfarbe lassen sich Kerzen leicht einfärben. Die Farbe färbt nicht ab und trocknet schnell. Die Wachsmotive haften trotzdem einwandfrei auf der Kerze.

Wunschfarbe mischen

Nicht der passende Grünton bei den Wachsplatten dabei? Mischen Sie sich Ihre Lieblingsfarbe einfach selbst! Dazu mindestens zwei Farben zusammenkneten, bis sich die Töne komplett verbunden haben. Fügen Sie so lange Wachs hinzu, bis Sie Ihre Wunschfarbe erreicht haben. Anschließend das Wachs so verarbeiten, wie gewünscht.

Farben mischen


Kleines Farben-ABC:
Rot + Gelb = Orange
Blau + Gelb = Grün
(Pink-)rot + Blau = Violett
Weiß hellt alle Farben auf.
Alle Farben gemischt ergeben meist einen Braunton.

Formen aus Wachsplatten schneiden

Der Klassiker unter den Techniken beim Kerzen verzieren ist das Ausstechen von Sternen, Herzen, Rentieren usw. mit Plätzchenformen. Bastelt man mit Kindern, ist das die beste Methode. Wenn aber keine Förmchen zur Hand sind, empfiehlt sich eine Vorlage aus Papier, die man auf die Wachsplatte auflegt. Mit einem Messer schneiden Sie nun von innen nach außen, damit keine Schnittstellen an der Form zu sehen sind.

Kerzen verzieren Form


Farbübergänge schaffen

Durch ihre weiche Konsistenz lassen sich Wachsplatten gut miteinander verbinden. Dazu die Farben, die ineinander fließen sollen, so nebeneinander legen, dass die hellere Farbe die dunklere Wachsplatte leicht überlappt. Dann mit dem Finger den Übergang verstreichen.

Farbverlauf


Verschiedene Linien formen

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass sich Wachsplatten nur in ihrer flachen Form verarbeiten lassen. Filigrane Linien und strukturierte Borten lassen sich ebenso gut aus Wachsplatten kneten. Schneiden Sie dazu einen schmalen Streifen einer Platte ab. Wenn Sie den den Streifen vorsichtig um sich selbst drehen, entsteht eine Korkenzieherborte, die sich gut zum Abschluss oder Rahmen eines Kerzenmotivs eignet. Der Streifen lässt sich ebenso gut zu einer Wurst rollen, mit der man gut geschwungene Linien auf der Kerze gestalten kann.

Linien formen


Punkte

Wachsreste lassen sich gut zu Punkten für Muster oder Schneeflocken verarbeiten. Dazu von einem Wachstreifen kleine Stücke abreißen, zu Kügelchen rollen und auf der Kerze platt drücken.

Punkte aus Wachs


Gemusterte Dreiecke oder Zickzack-Muster aus Wachsplatten

Legen Sie drei bis vier Wachstreifen mit wechselnden Farben nebeneinander. Drehen Sie den Streifen zu einer Spirale zusammen und drücken Sie die Schnecke platt. Nun Schneiden Sie wie Kuchenstücke Dreiecke aus dem kleinen Kreis. Die Dreiecke können nun in jedes beliebige Muster eingearbeitet werden, z.B. als Zickzackmuster.

Zickzack


Marmorier-Effekte schaffen

In teure Wachsplatten mit Marmoriermuster zu investieren ist gar nicht nötig, denn dies lässt sich ganz leicht selbst herstellen. Reißen Sie kleine Stücke Wachs verschiedener Farben von der Platte ab und legen Sie sie nebeneinander. Die entstehende Fläche platt drücken, auseinanderziehen und zusammen klappen. Wiederholen Sie diesen Vorgang so oft, bis die gewünschte Mischung entsteht. Aber Achtung: Wird zu viel gemischt, ist schnell kein Muster mehr sichtbar.

Marmorieren


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