Alexa, was passiert mit den Daten meiner Kinder?

Ein neues Gutachten im Auftrag des Bundestages warnt vor der Nutzung des Sprachassistenten “Alexa” durch Kinder. Die Speicherung der persönlichen Daten und der Zugriff auf ungeeignete Inhalte berge ein Sicherheitsrisiko für Minderjährige.

Alexa, was passiert mit den Daten meiner Kinder?

Ein neues Gutachten im Auftrag des Bundestages warnt vor der Nutzung des Sprachassistenten “Alexa” durch Kinder.


Kinder lieben “Alexa” und “Siri”. Für die Kleinen (und Großen) ist es einfach faszinierend, dass sie nur mit ihrer Stimme die Macht haben, den Fernseher einzuschalten, das Licht anzumachen oder den Lieblingssong in voller Lautstärke laufen zu lassen.

Laut einem aktuellen Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags sind mit der kindlichen Nutzung des Sprachassistenten “Alexa” aber auch erhebliche Risiken verbunden. Das Gutachten bezieht sich explizit auf den Sprachassistenten von Amazon, kann aber auch auf “Siri” von Apple und andere technische Geräte dieser Art übertragen werden.

Konkret kritisieren die Wissenschaftlicher, dass Kinder durch die Kommunikation mit “Alexa” persönliche Daten preisgeben und mit ihrer Stimme ohne weitere Kontrolle für minderjährige ungeeignete Inhalte abrufen können. Immer wieder machen Geschichten die Runde, in denen das Kind “Alexa” ganz harmlos um ihr Lieblingslied bittet und stattdessen wird auf dem Fernseher ein Porno abgespielt. Klingt vielleicht witzig, ist es aber ganz und gar nicht!

Das Gutachten moniert, dass Amazon zwar der Pflicht zur Informationsvermittlung bei der Datenerhebung von Nutzern ausreichend nachkomme, „offen bleibt jedoch, wie unbeteiligte Dritte und Minderjährige von der Datensammlung ausgeschlossen werden können“.

Alexa kennt individuelle Songs, aber keine individuelle Sicherheit

Zwar kann “Alexa” neuerdings mit dem Befehl “Alexa, lerne meine Stimme” ein persönliches Stimmprofil anlegen. Dieser biometrische Ausweis wird aber nicht benutzt, um bestimmte Nutzer, z. B. Kinder, den Zugang zu ausgewählten Befehlen zu verwehren oder gar die automatische Sprachaufzeichnung zu deaktivieren – was zum Schutz der Minderjährigen wichtig wäre – sondern dient nur dazu die Sprachbefehle individueller auf den Sprecher abzustimmen. Beim Befehl “Alexa, spiel Musik” spielt “Alexa” für Mama dann Rammstein und für das Kind “Deine Freunde”. Auch eine schöne Sache, aber kein Plus für die digitale Datensicherheit unserer Kinder.

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