Burnout: Hilfe zur Selbsthilfe

Wenn du rechtzeitig spürst, dass der Stress zum gesundheitsgefährdenden Dauergast wird, kannst du gegensteuern. Mit mehr Entspannung und Achtsamkeit im Alltag sowie einer guten Portion Konsequenz und Lässigkeit kannst du einen drohenden Burnout verhindern. Selbsthilfe-Tipps für Mütter.

Was gegen Dauerstress hilft

"Ich kann mich einfach nicht entspannen", klagt Britta M., Mutter von zwei Kindern im Kindergartenalter. Wie ihr geht es vielen Müttern. Unser Tipp: Auch wenn du eigentlich keine Zeit und irgendwie auch keine Lust auf Entspannungsübungen hast: du musst herausfinden, was dir ganz individuell hilft, zu entspannen, ein Gegengewicht zum Stress zu finden. Auch wenn du vielleicht erstmal nicht daran glaubst: Es gibt definitiv Auswege aus dem Hamsterrad! Dazu muss man sein Leben auch nicht von A bis Z ändern, oft helfen kleine Dinge, für ein bisschen mehr Gelassenheit und Ruhe zu sorgen.

Burnout verhindern

Fünf wichtige Punkte, die helfen ein Burnout zu verhindern


Burnout: Hilfe zur Selbsthilfe

Wer als Mutter erkennt, dass er von Burnout bedroht ist, hat den ersten Schritt zur Besserung schon getan. Der zweite, dritte und vierte sind allerdings eine Herausforderung. Wer sich beruflich überfordert fühlt, kann erstmal ein paar Tage Urlaub nehmen, sich eine Auszeit gönnen, die Arbeitszeit reduzieren - oder den Job wechseln.

Als Mama geht das alles natürlich nicht. Und wir können auch nicht geduldig warten, bis die 'Rushhour des Lebens' vorbei ist und wieder Ruhe in den Alltag einkehrt. Wir müssen JETZT handeln. Oberste Prämisse für Stress-Patienten: Auf Anspannung muss Entspannung folgen, sonst wird der Stress zum Gesundheitsrisiko.

Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist gar nicht so einfach. Aber manchmal simpler zu erreichen, als man glaubt:

In 15 Schritten zu mehr Entspannung

  1. Erste Anzeichen für Dauerstress erkennen – und bereit sein, die eigenen Lebensgewohnheiten zu ändern.
  2. Mache dir klar: Was genau stresst mich? Wie verhältst du dich bei Stress? Welches Verhalten gefällt dir dabei? Und welches nicht? Ein Stresstagebuch kann helfen.
  3. Überlastung nicht abstreiten. Mit dem Partner und mit Freunden darüber sprechen hilft. Zumal sich der Alltag nur mit der Unterstützung des Partners umkrempeln lässt.
  4. Handlungsmuster ändern! D.h. auf Probleme und Stressfaktoren nicht immer in derselben Weise reagieren. Einfach mal eine andere Strategie ausprobieren.
  5. Eigene Bedürfnisse erkennen und zulassen.
  6. Mache Schluss mit Multitasking! Multitasking spart keine Zeit, kostet nur immens viel Kraft. Eine Sache nach der anderen anpacken. Konzentriert und bewusst.
  7. Die eigenen Grenzen akzeptieren und Ansprüche etwas runterschrauben. Das Leben ist nicht dazu gedacht, dass wir immer 100 Prozent leisten.
  8. Jede Phase hat ihre Zeit. Der Plan, mit Kind genauso weiterzumachen wie davor, kann nicht aufgehen. Irgendwo musst du Abstriche machen und ein paar Ihrer Interessen, Ziele, Hobbys ein bisschen aufschieben.
  9. Für Ausgleich sorgen: Freunde / Sport / Entspannung
  10. Öfter mal "Nein" sagen. Denn: Wir können es sowieso nicht allen Recht machen. Funktioniert und tut gut! Wichtig: Im entscheidenden Moment stark bleiben. Nein heißt Nein!
  11. Organisiere Hilfe. Welche Aufgaben kannst du – vielleicht auch nur mittelfristig – abgeben? Ein paar Ideen: Putzhilfe, Großeltern, Leihoma, Tauschdienste, Babysitter
  12. Wenn deine Kinder nicht mehr ganz klein sind: In einer Familienkonferenz besprechen, wie jedes Familienmitglied ein bisschen mehr helfen kann. Wenn man nicht mit allen Aufgaben alleine steht, ist das allein schon eine Hilfe. Im nächsten Schritt: Verantwortung abgeben und die Erfüllung der Aufgaben nicht permanent überprüfen – und dann doch selbst erledigen.
  13. Was ist mir im Leben wichtig? Eine höchst philosophische und schwierige Frage, die man sich aber ruhig mal stellen sollte.
  14. Auf den vielen To-do-Listen nicht nur Sinnvolles, sondern auch Schönes notieren.
  15. Achte darauf, dass dein Akku nicht völlig entleert wird, sondern dass du immer noch Reserven hast. Ist dein persönlicher Akku erstmal leer, greifen Präventivmaßnamen nicht mehr, dann ist professionelle Hilfe nötig.

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