Eltern sind nach dem Auszug ihrer Kinder technisch überfordert

“Wo finde ich nochmal das WLAN Passwort?” - ein Satz, den viele Jugendliche schon von ihren Eltern gehört haben. Eine Studie zeigt nun wie stark Eltern von der technischen Hilfestellung ihrer Kinder abhängig sind.

Eltern und Technik

Wenn es um Smartphone, Computer und Co. geht, sind Kinder manchmal die wichtigsten Berater ihrer Eltern.


Zu Beginn des neuen Semesters im Herbst verlassen viele Jugendliche ihr Elternhaus, oft auch ihre Heimatstadt, um ein Studium zu beginnen. Für sie gilt es jetzt ganz neue Herausforderungen des Alltags wie Einkaufen, Studieren, Kochen oder Rechnungen bezahlen selbstständig zu meistern. Doch auch für viele Eltern bedeutet der Auszug des Kindes eine große Umstellung. Nicht nur, dass Sohn oder Tochter emotional fehlen – sie fehlen auch als Unterstützung in technischen Fragen. Wie eine internationale Studie des Cyber-Sicherheitsunternehmens Kaspersky nun zeigte, fühlen sich 35 % der Eltern nach dem Auszug des Kindes technisch überfordert.

Technische Hilfe fehlt mehr als die Gesellschaft des Kindes

“Kannst du mir nochmal kurz sagen, wie…”: Mehr als ein Drittel der befragten Eltern gestand, die eigenen Kinder auch nach deren Auszug anzurufen und um IT-Unterstützung zu bitten. 19 % gaben sogar an, die gewohnten IT-Hilfestellungen im Alltag stärker zu
vermissen als die Gesellschaft der eigenen Kinder. Das bestätigen auch die Aussagen der befragten Jugendlichen: Sie gaben an, häufig von Familienmitgliedern für technische Fragen kontaktiert zu werden.

Auch wenn sie mir mit ihrer Rolle als technische Ratgeber auf Abruf für ihre Eltern nicht unbedingt glücklich sind, haben sie in in diesem Bereich dennoch ein starkes Verantwortungsgefühl. So machen laut Studie sich 67 % der Studierenden Sorgen, ihre Eltern könnten aus Unwissenheit oder Mangel an technischen Fähigkeiten Opfer von Betrügern werden.

Wissen teilen schützt vor Cybergefahren

„Es ist kein Geheimnis, dass unsere Abhängigkeit von Technologien dazu geführt hat, dass viele Verbraucher – sowohl junge als auch ältere – vor der Herausforderung stehen, schnell zu lernen, wie man neue Geräte und Dienste nutzt,“ erklärt Anne Mickler, Corporate Communications Manager bei Kaspersky. „Während junge Menschen das Gefühl haben, dass ihre Eltern übermäßig auf sie angewiesen sind, kann dies nur überwunden werden, wenn sie ihr Wissen teilen und ihre Familienmitglieder in die Lage versetzen, sich selbst zu helfen und sich gegen Cybergefahren schützen zu können.“

Die ganze Studie findet ihr hier.

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