Familienfreundliches Norwegen


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Familienfreundliches Norwegen

Insgesamt vier Nächte schlafen wir in der Kajüte, an die wir uns alle schnell gewöhnt haben. Natürlich stinkt es nicht nach Benzin. Wir haben Glück, das Meer bleibt vollkommen friedlich. Am schönsten sind die Anlegemanöver. Mehrmals am Tag (und in der Nacht) läuft das Schiff einen Hafen an. Noch sind die Hurtig-rutenschiffe die offiziellen Postschiffe Norwegens, dementsprechend bunt ist das Treiben an den Piers. Da werden Pakete ein- und ausgeladen, eine Familie verschifft ihren gesamten Hausstand von Kristiansund nach Trondheim. Tagesgäste steigen aus, ein Vater schiebt sein Fahrrad über die Rampe in den Frachtraum, im Anhänger ein kleines Kind und ein Hund. Wir schauen von oben zu. Sensationell sind die Wendemanöver der Finnmarken - hier ist noch echtes Kapitänskönnen gefragt. Wie auf dem Teller dreht sich das große Schiff in den winzigen Häfen oder schiebt sich auf einen halben Meter genau an den Felsen vorbei. Manchmal gehen wir von Bord. Wir besichtigen den Dom in Trondheim und kaufen in Ålesund Cracker und Saft für ein Picknick an Bord. Da wir keine Vollpension gebucht haben, müssen wir jedes Getränk an der Bar kaufen - und das geht ins Geld. Norwegen ist teuer, auch die Hurtigruten. Für viele Familien nicht bezahlbar. Das ist schade, denn Norwegen ist ideal gerade für Familien. Fast überall spricht man Deutsch oder Englisch, die Zimmer in den Hotels sind riesig, die Buffets am Morgen köstlich, und scheinbar alle Norweger sind von einer unglaublichen Offenheit und Freundlichkeit.